Betriebsschließung

Wilke zieht vor die nächste Instanz

BU: Das Unternehmen geht weiter gegen die Betriebsstilllegung vor.
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BU: Das Unternehmen geht weiter gegen die Betriebsstilllegung vor.

Die Betriebsstilllegung nach Listerienfunden bei dem nordhessischen Wursthersteller will Wilke nicht auf sich sitzen lassen.

Zunächst hatte der Insolvenzverwalter Dr. Mario Nawroth es mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Kassel versucht. Dieser wurde zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss hat das Unternehmen aber jetzt Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt.

Nach der Schließung des Produktionsbetriebs in Twistetal haben die Behörden jetzt mit der Entsorgung der Restbestände begonnen. Zum Zeitpunkt der Stilllegung lagerten nach Angaben des Landratsamts Waldeck-Frankenberg noch etwa 300 Tonnen Fleischwaren in den Kühlräumen des Unternehmens. Hinzu kamen noch Waren aus einem weiteren Lager in der Nähe von Kassel. Alles soll nun ordnungsgemäß vernichtet werden. Der Landkreis geht davon aus, dass der Strom für die Kühlräume und die Entsorgung die Kreiskasse rund 100.000 Euro kosten werden. Der Rückruf, der bereits Anfang Oktober eingeleitet worden war, beinhaltete auch Produkte, in denen Wilke-Ware verarbeitet wurde. Das unterstrich Anfang der Woche das hessische Verbraucherschutzministerium, nachdem einigen Medien zuvor von Unklarheiten in dieser Richtung berichtet hatten.

Im Zuge der Aufarbeitung der Geschehnisse während des Listeriose-Ausbruchs hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg nun seinen Bericht an das hessische Ministerium übergeben. Darin habe man sowohl den Fragenkatalog des Ministeriums beantwortet als auch die Vorgänge und Fakten rund um die Firma Wilke insgesamt zusammengestellt, erläutert Landrat Dr. Reinhard Kubat. Er geht davon aus, dass bald ein Treffen mit Ministerium, Regierungspräsidium und Landkreis ansteht, um eine gemeinsame abschließende Bewertung vorzunehmen und über Konsequenzen zu sprechen.

Foodwatch hat unterdessen den durchgestochenen Bericht der Task Force auf seiner Webseite veröffentlicht. Dieser zeichnet das Bild unhaltbarer hygienischer Zustände im Betrieb.

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