BHV1

Erneuter Fall von Rinderherpes

In Schleswig-Holstein ist erneut das Herpesvirus aufgetreten. Bereits Anfang April wurde im gleichen Landkreis ein Fall bekannt.

In Schleswig-Holstein wurde auf einem zweiten Rindermastbetrieb eine BHV1-Infektion festgestellt. Bei Blutuntersuchungen konnten Antikörper gegen das Virus nachgewiesen werden, meldet das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur, und Digitalisierung. Der betroffene Betrieb mit 120 Tieren befindet sich im Landkreis Dithmarschen. Bereits Anfang April wurde bei einem Betrieb im gleichen Kreis das Virus gefunden. Daraufhin wurde der Umkreis untersucht, was nun zu dem zweiten Fund führte.

Die Tiere sind nicht erkrankt, tragen das Virus aber in sich. Einmal infiziert, bleiben sie ihr Leben lang ansteckend und müssen deswegen schnellstmöglich geschlachtet werden. Der Krankheitserreger ist hochgradig infektiös und sehr widerstandsfähig, für Menschen aber ungefährlich. Das Fleisch von nicht klinisch erkrankten Rindern kann konsumiert werden. Die Untersuchungen werden nun ausgedehnt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Deutschland gilt seit 2017 offiziell als BHV1-frei. Einzelne Ausbrüche würden den Status nicht gefährden, erklärt das Landwirtschaftsministerium. Trotz Schutzmaßnahmen werden immer wieder Infektionen nachgewiesen, die meist durch zugekaufte Rinder aus nicht-BHV1-freien Ländern nach Deutschland kommen. Das Ministerium betont die Wichtigkeit strenger Biosicherheitsmaßnahmen. Zugekaufte Tiere sollten separat gestellt und erst nach einer Seuchenkontrolle in die Herde integriert werden.

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