Bildergalerie

Stromautobahnen verlangen Anwohnern und Landwirten vieles ab


da

Die dritte und letzte Netzausbaureise führte Peter Altmaier nach Hessen in den Taunus. Der Bundeswirtschaftsminister begab sich damit in die Hot Spots des Protestes.

Im Taunus stockt der Leitungsbau für Erneuerbare Energien. Peter Altmaier (CDU) hat dort Anfang Februar mit den Bürgern und Kommunen gesprochen, die sich gegen die Hybridleitung Ultranet wehren. Ultranet sieht vor, dass bestehende Wechselstromleitungen mit Gleichstromleitungen, die den Ökostrom von Nord nach Süd transportieren, aufgestockt werden. Die Anwohner fürchten um gesundheitliche Schäden. Altmaier ist jedoch mit dem Bau der Leitungen in Verzug. 2023 wird der letzte Atommeiler in Deutschland abgeschaltet.
Schnellere Genehmigungen

Der Bundesrat berät am Freitag über den Entwurf des Netzausbaubeschleunigungsgesetz . Es umfasst die Anpassung von 20 Gesetzen und Verordnungen. Ziel ist Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Neubau, Verstärkung und Optimierung von Stromleitungen. Dabei ist vorgesehen, bereits genehmigte Leitungen der drei Stromautobahnen schon zu bauen und nicht zu warten, bis die gesamte Strecke genehmigt ist. Der Agrarausschuss stellt dabei fest, dass die Verfassungsmäßigkeit wiederkehrender Leistungen an Land- und Forstwirte für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen beim Netzausbau derzeit noch nicht abschließend geklärt ist. Dies soll nach Angaben des Bundeswirtschaftsministerium in der geplanten Novelle der Kompensationsverordnung erfolgen.


Der Kompromiss zum Kohlausstieg sieht die Abschaltung des letzten Kohlekraftwerdes 2038 vor. Der Minister braucht schnell die  Zustimmung von Kommunen, Landwirten und Anwohnern, um eine alternative Stromversorung sicherstellen zu können.

Netzausbau : Der Leitungsausbau verlangt Anwohnern vieles ab


Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats