Biodiesel

Importe aus Argentinien sorgen für Ärger

Die EU-Kommission eröffnet ein Antidumpingverfahren gegen Biodiesel aus Argentinien. Der Europäische Verband der Biodieselhersteller (EBB) warnt vor massiven Importen aus Südamerika.

Im September 2017 musste die EU ihre Einfuhrzölle für Biodiesel aus Argentinien deutlich absenken, nachdem ein Verfahren vor der WTO zu Gunsten der Südamerikaner ausgegangen war. Seitdem drängen die Argentinier auf den EU-Markt. Der Brüsseler Biodieselverband geht von 600.000 t Biodiesel zwischen September 2017 und Januar 2018 aus. Wenn sich die EU nicht wehre, drohten Importe von 2 bis 2,5 Mio. t in diesem Jahr.

Wegen der Steuererleichterungen in Argentinien hätten die europäischen Hersteller keine Chance, gegenüber den Importen wettbewerbsfähig zu bleiben. Die EU-Kommission eröffnet deshalb ein Antidumpingverfahren. Am Ende des Verfahrens könnte die EU ihre Einfuhrzölle wieder erhöhen. Die Lage verschärft sich noch durch Indonesien. Indonesien hat sein WTO-Panel gegen Einfuhrzölle der EU für Biodiesel vergangene Woche gewonnen. Folglich muss die EU jetzt ihre Importzölle auch für Biodiesel aus Indonesien senken.
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