Biodieselimporte

Verbio senkt Gewinnerwartung


Wegen der Billigimporte von Biodiesel senkt Verbio seine Gewinnprognose für das aktuelle Geschäftsjahr. Die Kapazitäten will der Hersteller aber weiter auslasten.

Die anhaltenden Importe von subventioniertem Biodiesel aus Argentinien und Indonesien haben von Januar bis März 2018 zu einem stärkeren Preisverfall geführt, als der Vorstand der Verbio AG, Leipzig, erwartet hatte. Darüber hinaus berichtet das Unternehmen von anhaltend niedrigen Preisen für Bioethanol. Deswegen hat Verbio im 3. Quartal seines Geschäftsjahres 2017/18 (Juli/Juni) weniger Gewinn erzielt und geht davon aus, dass der Preisdruck bei Biodiesel und Bioethanol bis zum Sommer anhalten wird.

Damit ändert sich die bereits pessimistische Prognose für 2017/18. Unter Zugrundelegung des aktuellen Absatz- und Rohstoffpreisniveaus geht der Vorstand davon aus, im Geschäftsjahr 2017/18 ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (Ebit) in der Größenordnung von 40 Mio. € zu erzielen. Zuletzt ging das Unternehmen von 50 Mio. € aus, im Vorjahr lag diese Kennziffer bei mehr als 92 Mio. €. Der Absatz stimmt bei Verbio aber noch. Anders als einige Wettbewerber fährt der Hersteller die Kapazitäten nicht zurück, sondern geht von einer hohen Auslastung aus. Die kompletten Zahlen für das 3. Quartal 2017/18 wird Verbio Mitte nächster Woche veröffentlichen.

 

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