Bioerzeugnisse

EU-Rechnungshof: Aufwendige Kontrollen nötig


Kontrollen bei Bioerzeugnissen sind besser geworden, aber noch nicht gut genug. Insbesondere bei importierten Biolebensmitteln sieht der EU-Rechnungshof Verbesserungsbedarf.

Wegen des Preisunterschiedes zwischen konventionellen Produkten und Bioerzeugnissen ist der Anreiz zum Betrug groß. Das stellen die Rechnungsprüfer in Luxemburg fest. Sie finden in ihrem Sonderbericht zu Kontrollen auf dem EU-Ökomarkt Lob und Tadel. Da nur schwierig nachzuweisen sei, ob ein Lebensmittel aus konventioneller oder Bio-Produktion stammt, seien aufwendige Prüfungen der Herkunft bis zum Landwirt notwendig. Das brauche Zeit und zudem würden EU-Mitgliedstaaten Falschdeklarationen vom Ökoerzeugnissen nicht immer prompt veröffentlichen. Dennoch habe sich in den vergangenen Jahren viel gebessert, resümiert der EU-Rechnungshof.

Diesmal hat die Institution besonders Importe unter die Lupe genommen. Zwar würden Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission inzwischen verstärkt Zertifizierungsstellen in Drittländern prüfen, aber Mängel blieben dennoch. Schließlich kritisiert der Rechnungshof, dass die Sanktionen in den EU-Mitgliedstaaten zu uneinheitlich ausfallen.

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