Der Einsatz konventioneller Futtermittel in der Erzeugung von Biomilch hat für die Lieferanten der Molkerei Arla Foods Konsequenzen. Ab 1. September 2018 sollen sich die Auszahlungspreise leicht verringern.

Das Preismodell innerhalb des Bio-Milchpools soll nach einem Beschluss des Aufsichtsrats des Unternehmens angepasst werden, teilt Arla mit. Es ermögliche der  Molkerei einen differenzierten Milchpreis zu zahlen. So solle der Preis für Lieferanten, welche Ausnahmeregelungen der EU aufgrund der Trockenheit in Anspruch nehmen und teilweise konventionelles Futter verwenden, geringfügig abgesenkt werden. Das Arla-Management habe entschieden, im September 2018 einen Abschlag von drei Eurocent pro Kilogramm Milch für die betroffenen Landwirte vorzunehmen.

Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber agrarzeitung.de erklärte, lägen aus dem Lieferantenkreis bislang jedoch nur sehr wenige Mitteilungen der insgesamt 93 Biomilcherzeuger in Deutschland für den Einsatz konventioneller Futtermittel vor. Bisher hatte Arla nach eigenen Angaben allen Biomilchlieferanten den höheren Auszahlungpreis erstattet, auch im Fall der dürrebedingten Verwendung konventioneller Futterkomponenten. Die so erhaltene Milch wurde jedoch als konventionell erzeugte Milch vermarktet.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats