Blauzungenkrankheit

Seuche macht auch bei Kälte nicht Halt


Landwirtschaftsministerin Priska Hinz appelliert, alle Wiederkäuer impfen zu lassen.
Bild: Pixabay / Ulleo
Landwirtschaftsministerin Priska Hinz appelliert, alle Wiederkäuer impfen zu lassen.

Nach dem jüngsten Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz muss Hessen nun erneut das Sperrgebiet erweitern. Die durch Stechmücken übertragene Tierseuche breitet sich somit auch in der kalten Jahreszeit weiter aus.

Mit dem jüngsten Auftreten der Blauzungenkrankheit in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz sei die Seuche wieder ein Stück näher an hessisches Landesgebiet herangerückt, teilte das Hessische Landwirtschaftsministerium mit. Da rund um den Ausbruchsbetrieb ein  Sperrgebiet von mindestens 150 km eingerichtet werden muss, sind in Hessen nun weitere Landkreise betroffen.

Nahezu vollständig im Sperrgebiet liegen die Kreise in Süd- und Mittelhessen. Die einzige Ausnahme bilden wenige Gemeinden im nordöstlichen Vogelsbergkreis, die noch nicht dem Sperrgebiet angehören. In Nordhessen sind einzelne Gemeinden in den südlichen bzw. westlichen Regionen der Landkreise Waldeck-Frankenberg, Fulda und des Schwalm-Eder-Kreises von Sperrmaßnahmen betroffen.

Insbesondere der Handel von Wiederkäuern, wie Rinder, Schafe und Ziegen aus dem Sperrgebiet in von Blauzungenkrankheit freie Gebiete ist durch EU-Vorgaben streng geregelt. Wiederkäuer, die nicht wirksam gegen das Virus der Blauzungenkrankheit geimpft sind, dürfen nur innerhalb des Sperrgebiets transportiert werden, teilte das Ministerium mit. Außerdem müssen alle Tierhalter im Sperrgebiet, die Wiederkäuer, wie Rinder, Schafe oder Ziegen halten, sofern dies noch nicht vorgenommen wurde, die Haltung bei der zuständigen Veterinärbehörde anmelden. Die Ämter für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten erteilen Auskünfte über die Ausdehnung des Restriktionsgebiets, die darin geltenden Vorgaben und Ausnahmeregelungen.

Landwirtschaftsministern Priska Hinz appelliert daher insbesondere an alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter, ihre Tiere gegen BTV-8 als auch gegen das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 (BTV-4), das in den letzten Jahren in den Nachbarländern ebenfalls nachgewiesen wurde, impfen zu lassen, damit das Seuchengeschehen sich nicht noch stärker verbreitet.

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