BMEL

Ackerbaustrategie sieht weniger Glyphosat vor


Das Landwirtschaftsministerium will möglichst bis Mitte 2018 eine Ackerbaustrategie vorlegen. Dabei wird eng mit dem Umweltressort zusammengearbeitet.

Die Federführung für die Entwicklung der Ackerbaustrategie wird aber beim Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) liegen, betonte dessen Parlamentarischer Staatssekretär Michael Stübgen in Berlin. Im Rahmen einer aktuellen Fragestunde im Deutschen Bundestag verwies er auf die notwendige Abstimmung zwischen Landwirtschafts- und Umweltministerium. Es gebe bereits frühzeitige Kontakte zwischen den Ressorts, um die Vorlage "wie geplant möglichst bis zum zweiten Halbjahr 2018 zu erstellen", so Stübgen. Auf diese Weise könnten für bestimmte kritische Punkte bereits vorher Kompromisse gefunden werden. 

Kein gleichwertiger Ersatz in Sicht

Ein Bestandteil der Ackerbaustrategie werde auch die Minimierung des Glyphosateinsatzes sein. Im Moment sehe die Bundesregierung "im Wesentlichen keine Alternative" zum Glyphosat, äußerte Stübgen auf Nachfrage der Abgeordneten Sylvia Breher (CDU/CSU). Daher müsse mit dieser Frage sehr sorgfältig umgegangen werden. Zurzeit gebe es kein gleichwertiges Substitut, um das Wachstum schädlicher, erntereduzierender Pflanzen im Anbaubereich von Nutzpflanzen zu verhindern, sagte Stübgen.

Mit der Stimme der alten Bundesregierung ist die Verlängerung von Glyphosatanwendungen bis 2021 genehmigt worden, erklärte Stübgen auf Nachfrage der Abgeordneten Carina Konrad (FDP). Es gebe keine klaren wissenschaftlichen Erkenntnisse, das dieses Mittel bei sachgerechter Anwendung gesundheitsschädigend sei. Angesichts der gesellschaftlichen Debatte "wissen wir alle auch, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verlängerung immer weiter sinkt", sagte der Staatssekretär. Insofern sei es wichtig vorausschauend zu handeln, um sicherzustellen, dass wir bei einem möglichen Auslaufen der Gehnemigung für Glyphosatanwendungen über ausreichend Substitute zu verfügen, damit es nicht zu großen Einbrüchen bei der Ernte komme.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats