BMG Insolvenz

Milch zum größten Teil unter Dach


Die Insolvenz der BMG wird keine größeren Marktstörungen verursachen, heißt es am Rande des 9. Milchforums in Berlin. Die meisten Erzeuger sollen neue Abnehmer gefunden haben.

Besonders betroffen von der der Betriebseinstellung der Berliner Milcheinfuhrgesellschaft (BMG) sind nach Aussagen von Teilnehmern des 9. Milchforums in Berlin offenbar Lieferanten von Biomilch. Deren Zahl könne jedoch nicht genau beziffert werden. Die meisten der rund 950 ehemaligen Lieferanten der BMG hätten kurzfristig neue Abnehmer gefunden.

Durch gemeinsame Anstrengungen von betroffenen Milcherzeugergemeinschaften sowie von Verbänden der Milchviehhalter sei es in Zusammenarbeit mit verschiedenen Molkereiunternehmen gelungen, für einen Teil der betroffenen Milchviehhalter zumindest die weitere Milchabholung zu organisieren und zu sichern, bestätigte heute auch  der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM). Dennoch bleibe bei einer nicht unbeachtlichen Anzahl von Landwirten die Milch auf dem Betrieb stehen. Betroffen seien laut BDM Betriebe im Schwarzwald, im Westerwald und im Sauerland.

Derweil sind Branchenmitglieder auf der Suche nach Ursachen für die Pleite der BMG. Übereinstimmend sind die Vertreter der Milchbranche der Meinung, dass sich das Geschäftsmodell der BMG mit leicht über dem Marktpreis liegenden Angeboten verbunden mit geringem Eigenkapital und mangelnder Kreditwürdigkeit der Gesellschaft letztlich die Insolvenz verursacht habe. Auf Ablehnung in der Branche stoßen angekündigte Proteste betroffener Erzeuger vor dem Bürositz der BMG in Berlin Schöneberg.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats