Boden

Erosion kommt der EU teuer zu stehen

Die Landwirtschaft verbucht Schäden von rund 300 Mio. € pro Jahr, die durch Bodenerosion entstehen. Diese Zahlen hat ein EU-Forschungszentrum ermittelt.

Mehr als 12 Mio. ha Land sind in der EU von Erosionsschäden betroffen, erklärt das Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission. Das führe zu einem Produktivitätsverlust von 1,25 Mrd. €. Der wiederum verursache im landwirtschaftlichen Sektor Kosten von rund 300 Mio. € pro Jahr, so die neueste JRC-Studie. Es wurden sowohl biologische als auch ökonomische Modelle herangezogen, um diesen Verlust zu beziffern. Die Studie berücksichtigt einerseits direkte Kosten wie Ertragsausfälle oder zusätzliche Aufwendungen für Düngerkäufe. Auch indirekte Kosten wie Einbußen bei der Biodiversität sind mit eingerechnet. Berachtet wurden die Auswirkungen auf zehn Feldfrüchte wie Mais, Raps, Weizen, Zuckerrüben, Kartoffeln, Leguminosen oder Reis.

Am stärkten betroffen von den erodierten Böden, die hochgerechnet 7,2 Prozent des europäischen Grün- und Ackerlandes entsprechen, ist Italien. Dort werden die Nachteile für den landwirtschaftlichen Sektor mit 619 Mio. € beziffert. Auf den weit darunter liegenden Plätzen zwei und drei folgen Spanien (153 Mio. €) und Frankreich (131 Mio. €).

Jährliche Kosten pro Land in Mio. €, verursacht durch Bodenerosion

Foto: EU Kommission


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