Brandenburg

Agrarministerium wechselt von rot nach grün

Als Favorit für den Posten des Landwirtschaftsministers gilt Benjamin Raschke von den Grünen.
Grüne Fraktion Brandenburg
Als Favorit für den Posten des Landwirtschaftsministers gilt Benjamin Raschke von den Grünen.

In Brandenburg gibt es eine neue Regierungskoalition aus SPD, CDU und Grünen. Alle Parteien wollen Agrarbetriebe nicht benachteiligen. Das Agrarministerium übernimmt ein Grüner.

SPD, CDU und Grünen haben sich nach der Landtagswahl im September auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Dieser wird auf den jeweiligen Parteitagen noch zur Genehmigung vorgelegt. Der LBV-Präsident Henrik Wendorff begrüßt den kooperativen Politikansatz auf den sich die Koalitionäre verständigt haben, der auch die Landwirte in den Diskussionsprozess einbezieht. Dies wertet Wendorff als einen Erfolg der Bauernproteste in dieser Woche. Wichtig sei auch das gemeinsame Bekenntnis von SPD, CDU und Grünen zu einer modernen, leistungsstarken Landwirtschaft sowie zu den historisch gewachsenen brandenburger Agrarstrukturen. Bestehende Agrarbetriebe sollen aufgrund ihrer Größe nicht benachteiligt werden. "Dafür haben wir gekämpft", sagte Wendorff.

Keine Berücksichtigung fand jedoch der Vorschlag der Landwirte in Brandenburg, dass sie mehr verarbeitete Produkte in die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg liefern können. Der Ruf nach der Ansiedlung von Verarbeitungsunternehmen wie Schlachthöfe und Mühlen blieb ungehört.

Nach bisheriger Planung werden die Grünen künftig das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft leiten, das bislang SPD-Politiker Jörg Vogelsänger führte. Der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke, der zur Landtagswahl Grünen-Spitzenkandidat war, gilt als Favorit für den Posten. Hier fürchten Landwirte, größere Einschränkungen beim Pflanzenschutz ein. "Deshalb sind wir gespannt auf die Umsetzung dieses weitreichenden Vorhabens", sagte der Landesbauernpräsident.

1 Kommentar

  1. Franz Reischmann
    Erstellt 25. Oktober 2019 18:24 | Permanent-Link

    Das Ergebnis zählt und zwar nur für die eigene Tasche, dafür machen die Politiker alles.
    Es wird Zeit und Brandenburg hätte dies auch verdient, darüber hinaus auch die ganze BRD,
    wir brauchen endlich wieder Politiker mit HIRN!
    Früher gab es so einen Mist nicht! Unsere Bauern haben uns immer bestens Versorgt.
    Heute wird alles verscherbelt und wir müssen den Mist aus den EU-Ländern herunterschlucken, den von gesundem Essen kann keine Rede mehr sein.
    Wie lange geht das noch gut?

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