Braugerste in Deutschland

Durchschnittliche Ernte noch möglich

Gerste
Foto: Pixabay/jonathansautter
Gerste

In den Hauptanbaugebieten für Braugerste in Deutschland wird trotz einzelner Trockenschäden noch mit einer durchschnittlichen Braugerstenernte gerechnet. Davon geht die Münchener Braugerstengemeinschaft aus.

Die Witterung und Niederschlagsverteilung der nächsten Wochen wird maßgeblich für die Kornfüllungsphase und somit für die Qualitätsparameter Sortierung und Eiweißgehalt sein. Die Restfeuchte im Boden aus dem niederschlagsreichen Winter 2017/2018 ließ die Bestände gut und gleichmäßig auflaufen. Während des Aprils bildeten die Pflanzen ein gutes Wurzelwerk. Sie waren nicht von Niederschlägen verwöhnt und somit gut gerüstet für eine lang anhaltende Trockenphase. Die heißen Temperaturen im Mai und austrocknende Ostwinde hatten dann teilweise negative Auswirkungen auf die Bestockung. Ab Mitte Mai entspannte sich die Situation durch regional sehr unterschiedliche und lokale Niederschläge. Aufgrund der Witterungsverhältnisse präsentieren sich die Bestände  gesund.

Mit rund 400.000 ha Anbaufläche erreicht der Sommergerstenanbau in Deutschland eine Steigerung von rund 20 Prozent  zum Vorjahr. Die geschätzte Braugerstenanbaufläche bewegt sich jedoch mit rund 300.000 ha auf dem Niveau des Vorjahres. Grund dafür sind Sommergerstenflächen, die nicht als solche geplant waren und als Folge ungünstiger Aussaatbedingungen im Herbst auf Sommergerstenanbau umgewidmet wurden.

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