Brexit

Britisches Parlament möchte in der Zollunion bleiben

Was aus den Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit wird, ist ungewiss. Theresa May strebt ein Freihandelsabkommen an. Das britische Unterhaus will dagegen in der Zollunion bleiben.

Das Unterhaus erhöht den Druck auf die Premierministerin Theresa May. Es hat sich mehrheitlich für eine Erklärung ausgesprochen, nach der das Vereinigte Königreich in der Zollunion verbleiben soll. Die Erklärung ist allerding politisch nicht bindend. Zudem nahmen die meisten konservativen Abgeordneten gar nicht an der Abstimmung teil. Doch inhaltlich haben die Befürworter eines sanften Ausstiegs gewichtige Argumente. Nur der Verbleib in der Zollunion ermöglicht einen freien Warenaustausch, was besonders für die innerirische Grenze gefordert wird. Ein Freihandelsabkommen würde den Handel dagegen behindern, selbst wenn keine Zölle erhoben werden. Nachweise über die Herkunft der Ware und ein Minimum an Zollverwaltung fallen bei einem Freihandelsabkommen immer an.

Die britischen Gegner der Zollunion betonen, die Wähler hätten sich mit dem Brexit für einen kompletten Ausstieg aus der EU ausgesprochen und nicht nur für einen halben Ausstieg. Zudem würde in der Zollunion die EU die Standards setzen und das Vereinigte Königreich an Einfluss verlieren.

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