Brexit

Erste Annäherung in Brüssel


In den Verhandlungen um den Ausstritt Großbritanniens aus der EU stehen die Zeichen auf Versöhnung. Nachdem die Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen sind, können die beide Seiten über die Handelsbeziehungen nach dem Brexit sprechen.


Die von der Wirtschaft beklagte Unsicherheit wegen des Brexit ist noch nicht beendet. Aber man ist in den Verhandlungen einen großen Schritt weitergekommen. Für Phase 1 der Verhandlungen konnte am freitagfrüh eine Einigung erzielt werden. Zwischen Irland und Nordirland soll es keine „harte Grenze“ geben, versicherte die britische Premierministerin Theresa May. Der Austausch zwischen den wirtschaftlich eng verzahnten Teilen der Insel soll durch den Brexit nicht eingeschränkt werden. Das bedeute aber nicht automatisch, dass auch zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich eine Zollunion oder gar ein gemeinsamer Binnenmarkt entstehe, bremste May am Freitagmorgen entsprechende Hoffnungen.


Dem jetzt geschnürten Paket über die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien, die Austrittsrechnung und die Irlandfrage müssen die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten auf dem EU-Gipfel in der kommenden Woche in Brüssel noch zustimmen. Dann können in Phase 2 die Verhandlungen über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen beginnen. 

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