Brexit

EU für kurze Übergangsfrist

EU-Chefverhandler für den Brexit, Michel Barnier.
EU-Chefverhandler für den Brexit, Michel Barnier.

Nur bis zum Ende des Jahres 2020 garantiert die EU offene Grenze für das Vereinigte Königreich. EU-Chefunterhändler Michel Barnier möchte die Übergangszeit nach dem Brexit möglichst kurz halten.

Der 31. Januar 2020 passe zur mehrjährigen finanziellen Vorausschau der EU, begründete Barnier das Ende der Übergangsfrist. Vom Austritt im März 2019 bis Dezember 2020 würden die Briten noch in der Zollunion verbleiben und alle Regeln des gemeinsamen Binnenmarktes blieben gültig. Das Vereinigte Königreich zahle weiterhin in den EU-Haushalt ein und bekomme die ihm zustehenden Mittel, also auch die Agrarsubventionen.

Im EU-Agrarrat, im Europaparlament und in den anderen Europäischen Institutionen sitzt das Vereinigte Königreich in der Übergangsfrist nicht mehr mit am Tisch.

Ernst wird es dann im Januar 2021. Dann wird Großbritannien zum Drittland. Bis dahin müsse ein Freihandelsabkommen mit der EU ausgehandelt sein, erklärte Barnier, etwa so wie mit Kanada oder Japan. Die Briten fordern eine um mindestens ein Jahr längere Übergangsperiode bis Ende 2021.


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