Brexit

Hogan attackiert Johnson


EU Agrarkommissar Phil Hogan kritisiert den britischen Premierminister Boris Johnson scharf.
Foto: EU
EU Agrarkommissar Phil Hogan kritisiert den britischen Premierminister Boris Johnson scharf.

Mit scharfen Worten kritisiert EU-Agrarkommissar Phil Hogan den britischen Premierminister Boris Johnson. Hogan wirft Johnson einen fahrlässigen Umgang mit dem Frieden in Irland vor und besteht auf dem Notfallplan für die innerirische Grenze.

Nach einem chaotischen Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU werde es deutlich schwerer, sich anschließend auf einen gemeinsamen Handelsvertrag zu einigen, erklärte Hogan gegenüber mehreren irischen Zeitungen. Die Regierung in London müsse deshalb Verantwortung übernehmen, bevor es zu spät sei. Die EU werde beim Notfallplan für eine offene irische Grenze nicht nachgeben, kündigte der EU-Agrarkommissar an. Hogan wird als Kandidat für den EU-Handelskommissar in der nächsten EU-Kommission gehandelt. Mit seinen Äußerungen über den Brexit bringt sich der Ire schon einmal in Position. Die EU sei allenfalls bereit, über die Auslegung des bereits ausgehandelten Austrittvertrags mit den Briten zu verhandeln. Doch Boris Johnson habe bisher keine Alternativen für den Erhalt einer offenen inneririschen Grenze angeboten, bemängelte Hogan. Der Premierminister sorge stattdessen für eine schlechte Atmosphäre und sei dazu noch nicht einmal vom britischen Parlament gewählt. Hogan rief Johnson auf, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.

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