Brexit

Hogan: Einige Sektoren werden leiden


EU Agrarkommissar Phil Hogan bereitet ein Bündel an Notfallmaßnahmen für die Landwirte vor.
Foto: EP
EU Agrarkommissar Phil Hogan bereitet ein Bündel an Notfallmaßnahmen für die Landwirte vor.

Mit einer erneuten Fristverlängerung wendet die EU einen ungeregelten Austritt des Vereinigten Königreichs (VK) ab. Dennoch bereitet sich die Agrarpolitik auf einen "no deal" vor.

Nach achtstündigen Verhandlungen verständigte man sich in Brüssel auf den 31.Oktober 2019 als spätesten Brexit-Termin. Derweil gehen die Vorbereitungen in der EU auf einen ungeregelten Austritt weiter. „Es liegt deutlich auf der Hand, dass einige Sektoren leiden werden“, stimmte EU-Agrarkommissar Phil Hogan zu Beginn der Woche die Erzeuger auf ein „no deal“ Szenario ein. Der Kommissar nannte vor allem Fleisch und Käseausfuhren aus der EU, die von britischen Einfuhrbeschränkungen betroffen seien.

Beihilfen, Intervention, Marktrücknahmen und private Lagerhaltung

Wegen der zu erwartenden Marktstörungen müsse die EU den Landwirten helfen, betonte der EU-Kommissar. Nationale Beihilfen, die Intervention, Marktrücknahmen und die private Lagerhaltung kämen als Notfallmaßnahmen in Frage. Die EU und das Vereinigte Königreich haben inzwischen ihre Veterinärstandards gegenseitig anerkannt. Damit kann das VK auch als „Drittland“ Fleisch in die EU liefern. Dagegen sind die Lieferungen von Rohmilch aus Nordirland nach Irland in die EU noch nicht geregelt.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats