Brexit

May vor dem Aus


Theresa Mays Zeit als Großbritanniens Premier läuft möglicherweise morgen ab.
Bild: Pixabay / Free-Photos
Theresa Mays Zeit als Großbritanniens Premier läuft möglicherweise morgen ab.

Die britische Premierministerin Theresa May wird morgen ihren Rücktritt bekanntgeben. Davon gehen zahlreiche Tageszeitungen im Vereinigten Königreich aus.

Bei den heutigen Europawahlen droht der Tory-Partei von May eine Wahlschlappe. Ihr letzter Plan zur Durchsetzung des Brexits hat im Parlament kaum Aussicht auf Erfolg. Gestern verließ dann auch noch Andrea Leadson, Ministerin für Parlamentsfragen, die Regierung. Sie sei am Ende und werde am Freitag ihren Rücktritt bekanntgeben, verkündet die britische Presse. Damit stünden Neuwahlen im Vereinigten Königreich an. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kritisierte die britischen Politiker, die sich unnötigerweise um Personalfragen kümmerten, anstatt den Brexit in geordneter Weise über die Bühne zu bringen.

Derweil kritisiert die britische Agrarbranche die anhaltende Unsicherheit und trifft erste Vorbereitungen für die Zeit nach dem Brexit. Der britische Bauerverband (NFU) und das Landwirtschaftsministerium (Defra) bilden eine Kommission zu den Handelsbeziehungen nach dem Brexit. Der britische Bauernverband besteht vor allem darauf, dass Billigimporte von qualitativ geringwertigeren Lebensmitteln nicht die heimische Produktion unterlaufen dürfen.

Amerikaner werben mit Essigsäure-Hühnchen

Die US-Amerikaner bieten sich bereits als neuer Handelspartner an und betonen ihre hohen Lebensmittelstandards. Nach Ansicht von Ken Isley vom US Department of Agriculture geben die in der EU viel zitierten „Chlorhühnchen“ ein falsches Bild. In den USA werde Geflügel kaum noch mit Chlor sondern inzwischen mit Essigsäure desinfiziert, betonte Isley die anspruchsvollen und innovativen Lebensmittelstandards in den USA in der britischen Presse.

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