Brexit

Mays Rücktritt führt zu Verzögerungen


Theresa May verlässt Ten Downing Street.
Bild: Arno Mikkor (EU2017EE)
Theresa May verlässt Ten Downing Street.

Die britische Premierministerin Theresa May tritt zurück. Jetzt muss die Tory-Partei einen neuen Vorsitzenden finden, weshalb sich der Austritt aus der EU weiter hinausziehen dürfte.

Das „no-deal“ Szenario wird wieder akuter, wenn als Nachfolger für May ein Brexit-Hardliner britischer Premierminister wird. Auch Neuwahlen des Parlaments in London mit einem Rechtsruck würden die Wahrscheinlichkeit eines EU-Austritts ohne Vertrag deutlich erhöhen. Sicher ist, dass sich die Regierung neu bilden muss und sich dadurch die innerbritischen Verhandlungen über den Brexit weiter verzögern werden. Theresa May kündigte ihren Rücktritt als Parteivorsitzende für den 7. Juni an. Anschließend will sie nur noch so lange als Premierministerin die Amtsgeschäfte fortführen, bis ihr Nachfolger die Regierung übernimmt.

Für die Suche eines neuen Chefs für die Tory-Partei werden einige Wochen veranschlagt. Außerdem steht die Sommerpause des Parlaments an. Möglicherweise wird die Mehrheitssuche im Parlament für den Brexit erst im Herbst fortgesetzt werden können. Die EU hat Großbritannien eine Frist bis zum 31. Oktober eingeräumt.

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