Maximal 7 Prozent an Biokraftstoffen aus Ackerkulturen sind bis 2030 im Verkehr anrechenbar.
Foto: UFOP
Maximal 7 Prozent an Biokraftstoffen aus Ackerkulturen sind bis 2030 im Verkehr anrechenbar.

Der EU-Verband COPA-COGECA vermisst die Ausbaumöglichkeiten für Biokraftstoffe aus Ackerkulturen. Vor allem die europäischen Tierhalter seien benachteiligt. 

Die Einigung auf EU-Ebene über den Ausbau der erneuerbaren Energien nach 2020 sieht der EU-Landwirte- und Genossenschaftsverband COPA-COGECA zunächst einmal grundsätzlich positiv. Er äußert in manchen Punkten aber auch seine Bedenken.
Laut EU-Einigung zur GAP 2020 bekommen Kraftstoffanbieter eine Beimischungsverpflichtung von mindestens 14 Prozent ohne technologische Einschränkungen. Der maximal anrechnungsfähige Anteil an Biokraftstoffen aus Ackerkulturen, die im Verkehrssektor zum Einsatz kommen, wird bis 2030 bei 7 Prozent belassen.

"Das sind alles gute Neuigkeiten, die unseren Biokraftstoffproduzenten einen langfristig stabilen Rahmen bieten, mit dem sie arbeiten können", sagt Pekka Pesonen, Generalsekretär von COPA-COGECA. Die fehlenden Expansionsmöglichkeiten für europäische Anbaukulturen, weil der Ausstieg aus Palmöl verschoben wurde, sieht COPA-COGECA aber kritisch. "Dies ist umso bedauerlicher, als Biokraftstoffe aus europäischen Anbaukulturen mit in der Tierfütterung einsetzbaren eiweißreichen Koppelprodukten einhergehen, auf die die Tierhalter angewiesen sind. Sie spielen auch eine größere Rolle bei der Stabilisierung der Agrarmärkte angesichts steigender Volatilität", so Pesonen. 

Dieser Beschluss sei auch mit Blick auf andere Politikbereiche wie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nicht kohärent, da die Biokraftstoffproduktion eine zentrale Rolle dabei spiele, den Landwirten eine zusätzliche Einkommensquelle zu bieten und die landwirtschaftlichen Warenmärkte zu stabilisieren, heißt es von dem Verband

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