Saatgut

Vermehrung in Deutschland schrumpft


Trotz einer unterdurchschnittlichen Getreideernte wird es in diesem Jahr keine Engpässe beim Saatgut für Getreide geben. Die Vermehrer reagieren auf das große Angebot.

Ein stagnierender Saatgutwechsel und ein sich verschärfender  Saatgutimport aufgrund unterschiedlicher Züchterlizenzen sind Auslöser für eine kleinere Saatgutvermehrung in Deutschland im kommenden Jahr. Darauf weist Dr. Gerhard Schilling, Vorsitzender des Bundes Deutscher  Saatguterzeuger (BDS) hin. Die Vermehrung muss reduziert werden.

Bei Winterweizen wurde die Vermehrungsfläche in Deutschland zur Ernte 2019 mäßig ausgedehnt. Die Saatgutverfügbarkeit wird zusätzlich aufgrund überlagerter Mengen und Importsaatgut bestimmt. Die Versorgung ist trotz regional sehr unterschiedlicher Erträge und hoher Siebabgänge gut. Qualitative Probleme mit Keimfähigkeit gibt es nicht.

Für Wintergerste wurde die Vermehrungsfläche deutlich ausgedehnt. Insgesamt sind gute bis sehr gute Erträge zu verzeichnen. Die Siebabgänge sind deutlich geringer als beim Weizen.  Auch hier ist die Saatgutverfügbarkeit sehr gut. Ausnahme bilden spezielle Sorten.

Trotz einer guten Saatgutverfügbarkeit für die Aussaat im Herbst 2019 empfiehlt Schilling ein frühzeitiges Ordern von Saatgut um die gewünschten Sorten mit der favorisierten Beize termingerecht auf dem Hof zu haben.

 

 

 

 

 

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