Bundesumweltpolitik

Konrad kritisiert Umweltministerin

J_Struck

Die stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses im Bundestag, Carina Konrad (FDP), kritisiert Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Diese hatte gefordert, den Einsatz von Glyphosat in Deutschland bis 2020 grundsätzlich zu verbieten.

Das Mittel stehe zu Unrecht in derart massiver Kritik, heißt es in einer Stellungnahme der Parlamentarierin. Sie ärgere sich "maßlos, dass beim Thema Pflanzenschutzmittel immer wieder mit unsachlichen Basisinformationen hantiert" werde.

Alles, was dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat vorgeworfen werde, sei durch zahlreiche nationale und internationale Studien, auch solche von der Bundesregierung selbst in Auftrag gegebene, widerlegt worden. Glyphosat werde im Rahmen einer bodenschonenden Ackerbaustrategie nach der Ernte ausgebracht, um den Unkrautdruck für das kommende Jahr zu reduzieren.

Die Alternative dazu müsse nicht erforscht werden. Die gebe es bereits, sie heiße "Pflug", so Konrad. Doch genau damit würden alle Bemühungen vernichtet, Kohlendioxid im Boden zu speichern und die Wasserspeicherkapazität sowie die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, argumentiert die studierte und praktizierende Landwirtin. "Wir müssen den Glyphosateinsatz weiter modernisieren, statt mit Verboten zu werben", appelliert sie. Viel zu häufig würden Ängste und Befürchtungen der Verbraucher geschürt, um Dinge zu verfolgen, die mit der Sache nicht zu tun haben, so Konrad.

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  1. Josef Auburger
    Erstellt 5. April 2018 15:28 | Permanent-Link

    Hallo Frau Konrad, ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu Ihrer Aussage. Sie sind die einzige im Bundestag, die sich die Wahrheit sagen traut. Sehr großen Respekt.
    Hier sieht man, dass Fachwissen vor Stimmenwerbung geht.
    An Ihrer Aussage können sich alle anderen im Bundestag ein Beispiel nehmen.

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