Bundesverband Agrarhandel

Innovationen für Insektenschutz nutzen

Der Bundesverband Agrahandel sieht die Verbotspläne für Glyphosat kritisch.
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
Der Bundesverband Agrahandel sieht die Verbotspläne für Glyphosat kritisch.

Der Agrarhandel stimmt den Zielen des Aktionsprogramms Insektenschutz zu. Mit pauschalen Verboten lassen sich die Probleme jedoch nicht lösen.

Der Bundesverband Agrarhandel (BVA) begrüßt, dass die Verantwortung für den Insektenschutz mit dem in der vergangenen Woche beschlossenen Aktionsprogramm der gesamten Gesellschaft übertragen wird. Kritisch sieht der BVA unter anderem die Pläne zur pauschalen Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes. Eine Fokussierung auf die ausgebrachten Mengen greife zu kurz. Von der Bundesregierung wird gefordert, den Ansatz des Nationalen Aktionsplans zur Nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln beizubehalten und Maßnahmen zur Risikoreduzierung in den Mittelpunkt zu stellen.

Auch den angekündigten nationalen Alleingang in Sachen Glyphosat kritisiert der BVA. Aus Sicht des Agrarhandels werden mit Entscheidungen wie dem angekündigten Ausstieg aus der Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel der europäische Gedanke und die Bemühungen für eine europaweite Harmonisierung der Pflanzenschutzmittelzulassung konterkariert. Der BVA fordert daher die Politik auf, ihre Entscheidungen auf Basis wissenschaftlicher Fakten zu treffen und so der Wirtschaft Planungssicherheit und Verlässlichkeit zurückzugeben.

Umweltschutz erfordere nach ihrer Überzeugung nach mehr als pauschale Verbote. Die Anstrengungen zum Schutz der Umwelt können nur erfolgreich sein, wenn Innovationen – wie beispielsweise neue Züchtungsmethoden – offen betrachtet und vorurteilsfrei auf ihr Potential für ein nachhaltigeres Wirtschaften geprüft werden.

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