Seuchenausbreitung

Schweinepest erreicht Chinas Fleischhochburg


Bild: Pixabay / TheDigitalArtist

China bekommt die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht in den Griff. Die Seuche breitet sich rasant über das Land aus und erreicht die Hochburg der Schweineproduktion.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat nun auch die dicht mit Schweinen besiedelte Provinz Sichuan erreicht. Das meldete das Portal fleischwirtschaft.de unter Bezug auf das chinesische Landwirtschaftsministerium. Den Angaben der Behörde zufolge bestätigte sich ein Verdachtsfall bei einem Schweinehalter mit 40 Tieren in der Stadt Yibin. In Sichuan werden nach offiziellen Zahlen jährlich etwa 65 Millionen Schweine produziert, so viel wie in keiner anderen Region in der Volksrepublik. Insgesamt sind nun in 18 Provinzen über das ganze Land verteilt Ausbrüche der Tierseuche bekannt geworden, darunter auch die Hauptproduktionszentren im Süden.

Trotz zahlreicher Biosicherheitsauflagen, wie Transportrestriktionen, Desinfektion von Fahrzeugen und dem Verbot der Verfütterung von Speiseabfällen, kommt es immer wieder zu neuen ASP-Fällen. Selbst infiziertes Schweinefleisch wurde schon entdeckt. Das chinesische Agrarministerium zahlt Schweinehaltern Entschädigungen, wenn deren Tiere gekeult werden müssen. Damit soll die Verschleierung von Seuchenfällen verhindert werden, wie in der Vergangenheit geschehen. Wie das Agrarressort weiter mitteilte, wurde erstmals auch ein an der ASP verendetes Wildschwein in der nordöstlichen Provinz Jilin entdeckt. Bisher waren, im Gegensatz zu Europa, nach offiziellen Angaben nur Hausschweine und keine Wildschweine von der Tierseuche betroffen.


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