China-Reise

Handelsbarrieren sollen fallen


China ist nach den USA und der Schweiz der drittgrößte Markt für die deutsche Agrar- und Ernährungsindustrie außerhalb der EU.
Bild: Pixabay / TheDigitalArtist
China ist nach den USA und der Schweiz der drittgrößte Markt für die deutsche Agrar- und Ernährungsindustrie außerhalb der EU.

Die chinesische Regierung hat zugesichert, eine Marktöffnung für Rindfleisch aus Deutschland zu beschleunigen. Beim Thema ASP wurden nach Angaben des Bundesagrarministeriums (BMEL) Vereinbarungen für Schweinefleischexporte aus Europa getroffen.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) zieht am ersten Tag ihrer Reise nach China ein positives Zwischenfazit. Die Ressortchefin hat sich nach Angaben des BMEL von Donnerstag im Gespräch mit ihrem chinesischen Amtskollegen Han Changfu dafür eingesetzt, dass Handelsbarrieren für deutsche Produkte wie Schweinefleisch, Äpfel, Gerste und Weizen fallen. Der Export von deutschem Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen nach China ist derzeit nicht zugelassen, obwohl hiesiges Fleisch laut BMEL den besten von der Weltorganisation für Tiergesundheit anerkannten BSE-Status „vernachlässigbares BSE-Risiko“ habe.

Begrenzte Handelseinschränkungen bei ASP

Chinas Agrarminister habe nach dem Gespräch mit Klöckner zugesagt, sich vor allem bei Rindfleisch dafür einzusetzen, die „entsprechenden Verfahren zu beschleunigen“, um Handelshürden abzubauen, meldet das BMEL. Klöckner gab zudem bekannt, bei weiteren Gesprächen am Freitag Marktöffnungen für Äpfel, Getreide und Geflügelfleisch aus Deutschland zu thematisieren.

Thema des Gesprächs zwischen Han Changfu und Klöckner war auch die Afrikanische Schweinepest (ASP), die in Europa grassiert und sich auch in China rasant ausbreitet. „Wir haben Schritte vereinbart, um im Falle einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Europa sicher zu stellen, dass der Export von Schweinefleisch möglich bleibt“, so Klöckner. Dazu zählten die Begrenzung von Handelseinschränkungen auf betroffene Gebiete und die Differenzierung zwischen ASP-Ausbrüchen bei Haus- und Wildschweinen.

Bundesagrarministerin Klöckner ist von Mittwoch bis Sonntag mit einer Delegation aus Vertretern von Verbänden der Land- und Ernährungswirtschaft sowie Journalisten in China unterwegs mit Stationen in Bejing, Jiangsu und Shanghai. 

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