China-Reise

Klöckner stellt Klimawandel in den Fokus


Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am Wochenende auf ihrer China-Reise die Feldtage eines gemeinsamen Ackerbauprojektes beider Länder eröffnet. Dabei standen nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz im Vordergrund. 


Auf den Feldtagen des deutsch-chinesischen Ackerbauprojekts wurden Ansätze im Ackerbau vorgestellt. Dabei ging es um Humusaufbau und Bindung von Kohlenstoff im Boden sowie erweiterte Fruchtfolgen, um den Wassereinsatz zu reduzieren und die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen. So könne der Einsatz synthetischer Düngemittel reduziert werden, ohne Ertragsverluste hinnehmen zu müssen, teilte das Ministerium mit. 

Auf ihrer Reise, die gestern zu Ende ging, wollte Klöckner das Thema Klimawandel und nachhaltige Landwirtschaft verstärkt in den Fokus rücken. China sei nicht nur der drittgrößte Markt für deutsche Lebensmittel, sondern auch der wichtigste Partner des Bilateralen Kooperationsprogramms des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Klöckner betonte: „Wir brauchen eine internationale Allianz im Kampf gegen den Klimawandel und für die Ernährungssicherung. China spiele hier als bevölkerungsreichstes Land der Erde und mit über 300 Millionen Bauern eine zentrale Rolle.“

Deshalb hat Klöckner mit dem Minister für Landwirtschaft und ländliche Räume, Han Changfu, vereinbart, dass sich die gemeinsame Projektarbeit zukünftig vor allem dem Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft widmet. Wichtig dabei seien klimaschonende Anbauverfahren und Tierhaltungsmethoden.

Außerdem hat Klöckner mit dem Minister für natürliche Ressourcen, Lu Hao, beschlossen, die Zusammenarbeit beim Wald zu intensivieren. China habe das weltweit größte Aufforstungsprogramm und wolle die Erfahrungen der deutschen Forstwirtschaft für ein nachhaltiges Waldmanagement nutzen. „Ich bin gerne für diesen Wissensaustausch bereit - aber nach fairen Regeln und auf Augenhöhe", mahnte die Ministerin. 

Doktorenprogramm für Wissenstranfer

Für den weiteren Wissensaustausch beider Länder hat das BMEL zudem ein bilaterales Doktorandenprogramm vereinbart. "Mit diesem Austausch können wir unser Wissen vernetzen und von den Fortschritten in der Digitalisierung und der Biotechnologie in der Landwirtschaft profitieren“, so Klöckner. 

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