COP23

Klimawissen besser vernetzen

Während um die Umsetzung der Klimaschutzziele gerungen wird, will das Bundesagrarministerium (BMEL) einen Beitrag dazu leisten, dass der Informationsfluss stimmt. Dazu stellt das Ministerium auf der Klimakonferenz in Bonn Pläne für eine neue Wissensplattform vor.

Das BMEL finanziert die Wissensplattform mit 500.000 € maßgeblich. Entwickeln soll sie die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO. Die bisherigen Planungen zur Plattform „Land-CC-Hub“ werden am heutigen Freitag auf der Klimakonferenz in Bonn vorgestellt. Das Projekt soll neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Themenkomplex Landwirtschaft und Klima bündeln.

Alles denkbar von virtueller Plattform bis Arbeitskreis

Die Planungen sind derzeit allerdings noch wenig konkret. Es gehe darum, der globalen Staatengemeinschaft eine Möglichkeit zu bieten, Erkenntnisse zu Klima und Landwirtschaft zu bündeln und sich auszutauschen, sagte ein Sprecher des BMEL. So solle die Plattform dabei unterstützen, wirksame Maßnahmen zur CO2-Einsparung zu entwickeln.

Welche Gestalt der Land-CC-Hub annehmen werde, sei noch offen – von einem virtuellen Portal bis hin zu einem regelmäßig tagenden Arbeitskreis sei vieles denkbar, heißt es. Die Vorstellung des Projekts auf der Klimakonferenz soll auch dazu dienen, mit internationalen Experten zu beraten, welche Form der Informationsaustausch annehmen soll.

Das BMEL holt als Projektpartner die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit ins Boot. Die finanziellen Mittel nimmt das Ressort aus dem bilateralen Treuhandfonds. Über den Fonds stellt das BMEL der FAO jährlich 9,6 Mio.€ für Projekte zur Ernährungssicherung zur Verfügung.

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