Corona-Kabinett

Kein Land in Sicht für Restaurants


An einen Start in die Biergartensaison ist vorerst nicht zu denken.
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An einen Start in die Biergartensaison ist vorerst nicht zu denken.

Einen Zeithorizont, in dem Restaurants und Gaststätten wieder öffnen können, will Bundeskanzlerin Angela Merkel derzeit nicht geben. Auch Schulkantinen bleiben vorerst geschlossen.

In einer heutigen Pressekonferenz teilt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und dem Bürgermeister der Hansestadt Hambug, Peter Tschentscher, mit, dass Gaststätten, Hotels und Restaurants geschlossen bleiben. Dies war zuvor in einem Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Länder vereinbart worden. "Es ist überhaupt nicht kontrollierbar, wer mit wem am Tisch herumsitzt", sagte Merkel. Hoffnungen, dass diese womöglich bis Pfingsten wieder öffnen könnten, wollte Merkel nicht machen. "Dazu können wir heute noch nichts sagen. Das ist spekulativ."

Darüber hinaus hat die Bundesregierung mit den Ländern vereinbart, die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum 3. Mai in weiten Teilen fortzusetzen. Am 30. April werde man sich dazu beraten, wie es nach diesem Datum weitergehen könne, so Merkel. Das sei weiterhin davon abhängig, wie sich die Infektionsraten im Zuge der schrittweisen Lockerungen, die ebenfalls mit den Ländern am heutigen Nachmittag vereinbart worden waren, bis Anfang Mai entwickelten.

Schulkantinen bleiben vorerst geschlossen

Nach der Vereinbarung mit den Ländern sollen Kitas und Hochschulen für weitere zwei Wochen geschlossen bleiben. Damit fehlt der Lebensmittelindustrie weiter der Absatzweg über die Gemeinschaftsverpflegung. Die Kultusministerkonferenz soll beauftragt werden, bis zum 27. April ein Konzept zur schrittweisen Öffnung der Schulen vorzulegen, das vom 4. Mai an umgesetzt werden soll.

Um die Innenstädte wieder zu beleben, sollen Geschäfte mit einer Größe bis 800 Quadratmetern schon ab dem 20. April wieder öffnen dürfen, ebenso Autohäuser, Fahrradhändler, Möbelhäuser, Buchhandlungen und Telekommunikationsanbieter. Ab dem 4. Mai sollen auch Geschäfte mit größerer Fläche (bis 2.500 Quadratmeter) wieder öffnen dürfen. Diese schrittweise Öffnung von Geschäften verschiedener Größenordnung diene dazu, den Publikumsverkehr in den Städten "dosiert" zuzulassen, so Merkel. Es habe nichts damit zu tun, dass Geschäfte mit einer Größe von 1.000 Quadratmetern nicht ebenso gut wie kleinere Läden in der Lage seien, Schutzkonzepte durchzuführen, betonte Merkel.

Die Gastronomie fällt offenbar nicht darunter. Auch Kultureinrichtungen wie Museen, Gedenkstätten, Ausstellungen, aber auch Zoos und Tierparks, Theater, Konzerthäuser oder ähnlich Einrichtungen bleiben ebenfalls geschlossen.

Am Morgen hatte Merkel mit den Ministern des sogenannten Corona-Kabinetts das Gespräch mit den Ländern vorbereitet.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Hauke popp
    Erstellt 15. April 2020 22:59 | Permanent-Link

    Bzgl der Gastronomie kann ich es nicht nachvollziehen, Tisch u personenabstände könnten gewährt werden, genauso wie in Bäckereien mit Sitzgelegenheiten, Plätze könnten nach jedem Besuch desinfiziert werden. So würde auch die Stimmung in der Bevölkerung gelockert werden und die leidgeplagte Gastronomie könnte etwas aufatmen. Es geht nicht um Freigabe von massenveranstaltungen, da sehe ich Verbote weiterhin angemessen.

  2. Martin Esken
    Erstellt 15. April 2020 23:03 | Permanent-Link

    Dass Restaurants und Cafés weiterhin und auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben sollen, weil man "nicht kontrollieren könne, wer mit wem am Tisch sitzt", stellt die unverblümte Entmündigung der Bevölkerung dar. Zudem traut man uns allen nicht zu, dass wir im Alltag verantwortungsvoll miteinander umgehen.

  3. Amberger, Jasmin
    Erstellt 16. April 2020 11:01 | Permanent-Link

    Ich gebe der Frau Hauke Popp Recht. Für mich auch absolut nicht nachvollziehbar.

  4. Feierabend
    Erstellt 16. April 2020 13:16 | Permanent-Link

    Gerade bei schönem Wetter könnte man mit Abstand draussen sitzen.

  5. Patrick
    Erstellt 16. April 2020 15:11 | Permanent-Link

    Wie schön gesagt worden ist, ein Glas Bier, ein Glas Wein usw, schon werden die Regeln gar nicht mehr so ernst genommen.

  6. Michael Köppen
    Erstellt 16. April 2020 15:16 | Permanent-Link

    Es ist in der Tat maßlos unverschämt zu behaupten, wir seien nicht in der Lage, mit Bewusstsein in ein Cafè zu gehen und die Bestimmungen einzuhalten. So dokumentiert Frau Merkel die Sicht auf die Bürger Deutschlands. Wie wäre es mit einer "demokratischen" Abstimmung o.ä?
    Seien Sie sich im klaren darüber, dass diese ganze Nummer aus anderer Stelle geleitet wird. Miss Puppet Merkel ist nur ein Schatten Ihrer selbst...aber das ist ja alles Verschwörungstheorie etc.
    Ich persönlich finde es ein Verbrechen an dem scheinbar nicht existierenden Grundgesetz der BRD!!!
    Namsté

  7. T.Deurer
    Erstellt 16. April 2020 15:36 | Permanent-Link

    Dankeschön für dieses Ei das Sie uns gelegt haben! Leider wird das eine Flut von Insolvenzen und Kündigungen nach sich ziehen. Die Fixkosten laufen weiter...die paar Euro vom Staat sind ein Tropfen auf den heißen Stein. KFW Kredite für entgangenen Umsatz? Danke heute gestundet , morgen Kredit bezahlen für die gestundeten Beträge, übermorgen Insolvenz! So siehts aus!

  8. Barbara v.Olnhausen
    Erstellt 16. April 2020 19:02 | Permanent-Link

    Das mit dem geschlossen Halten der Gastronomie ist ein Witz. Sind wir inzwischen unmündig, dass wir nicht selbst über uns und unser Verhakten entscheiden können. Im Biergarten kann ich alle Tische 3 Meter auseinanderstellen, dann ist der Abstand wohl gewährt. Bin selbst betroffen und kann meine 4000m2 große Minigolfanlage nicht öffnen.

  9. Jiri Lokvenc
    Erstellt 16. April 2020 19:40 | Permanent-Link

    Ich selbst arbeite in Restaurant. Interessante Weise fühlt sich kein zuständig uns in Gastro beschäftigt zu helfen. Ich bin zwar in kurzarbeit angemeldet, allerdings sind 60 %ein Witz. Es deckt gerade Miete. Nebenkosten und Energie und Handy Rechnung. Für Essen bleibt nur noch winziges Betrag übrig.

  10. MC Kalliope
    Erstellt 16. April 2020 20:05 | Permanent-Link

    Die Dikatorin Merkel hat es sogar noch despektierlicher ausgedrückt "... wer mit wem am Tisch herumsitzt". Wir sind in ihren Augen nur Gewürm.

    Und ja, es gibt keinen Grund die Gaststätten nicht zu öffnen, ausser, dass verhindert werden soll, dass sich die Bevölkerung austauscht, diskutiert, sich gegenseitig informiert und vielleicht endlich auf den Trichter kommt, dass das alles verfassungswidrig ist, vollkommen überzogen, unbegründet und mit Lügenzahlen unterfüttert.

    Wer sich die Originalzahlen des RKI mit gesundem Menschenverstand anschaut, sieht das.

  11. Krieger
    Erstellt 16. April 2020 22:19 | Permanent-Link

    Alle bekommen Perspektiven . Die malls werden überfüllt sein .aber Gastronomie die oft inhabergeführt sind werden wie Stiefkinder behandelt.hoffe werd nie einen Politiker der so redet als Gast haben.

  12. Wittwer
    Erstellt 17. April 2020 14:32 | Permanent-Link

    Hallo zusammen
    Wird das ganze zu einem politikum. Corina ist nichts anderes wie eine Grippe. Nur ist das mutiert. In der Grippen Welle 2013/14 sind
    800000 tausen Menschen erkrankt un 10% gestorben. Was Abend wir 138000 erkrankte
    4000 Todesopfer und 70900 genesene

    Was soll das alles
    Hat man da auch so eine sch......e gemacht .

    Dann soll man doch im Winter alles still legen
    Wegen einem Husten

  13. Uwe K.
    Erstellt 17. April 2020 16:41 | Permanent-Link

    Gaststätten und Biergärten MÜSSEN bald öffnen sonst kippt die Stimmung

  14. Jutta
    Erstellt 17. April 2020 20:19 | Permanent-Link

    Es sind ja nun auch wieder DEMO"s bis 20 Personen gestattet - ich kann nur hoffen und wünschen, daß recht, recht viele Gastronomen davon Gebrauch machen ...!

  15. Jutta
    Erstellt 17. April 2020 21:19 | Permanent-Link

    Da wieder Demo's bis zu 20 Personen erlaubt sind kann man nur hoffen und wünschen, daß recht, recht viele Gastronomen gegen diese ganzen nicht nachvollziehbaren Bestimmungen gemeinsam auf die Straße gehen!

  16. Roman
    Erstellt 18. April 2020 00:15 | Permanent-Link

    Ich finds richtig mit der Gastronomie. Beim Essen kann man halt keinen Mundschutz tragen.... Und der Kellner kommt auch nah an den Tisch :-)

  17. Martin
    Erstellt 18. April 2020 13:29 | Permanent-Link

    @ Roman: 1.) Der Mundschutz schützt nicht Sie selbst sondern den anderen. 2.) Wie werden Sie es dann ab Mai mit Ihrem Besuch beim Friseur halten?

  18. Barbara v.Olnhausen
    Erstellt 18. April 2020 14:03 | Permanent-Link

    @Roman
    Der Kellner kann aber Mundschutz tragen. Und wenn der Abstand zwischen den Tischen gewährt ist, dann steht doch einer Öffnung nix im Weg. Hygiene sollte Standard sein.
    Außerdem ist es jedem noch selbst überlassen, ob man zum Einkehren geht oder nicht.

  19. Stephan
    Erstellt 20. April 2020 16:33 | Permanent-Link

    Es ist unglaublich, wie verantwortungslos mit dem Gastgewerbe umgegangen wird!
    Gerade in Süddeutschland gehört das Wirtshaus, der Bier- oder Weingarten zur gewachsenen Kultur. Orte des beieinander mit miteinander sein. Diese werden im blinden Aktionismus voll gegen die Wand gefahren. Ein Jammer, dass die HoGa-Branche so gar keine Lobby in der Politik hat! Tausende von Insolvenzen, zehntausende von Arbeitslosen und eine Ödnis in der Gastrolandschaft werden die Folge sein!
    Meine Forderung an die Politik: Überlassen Sie es doch bitte jedem selbst zu entscheiden, ob er ins Wirtshaus, Biergarten etc. geht oder nicht!
    Und nein: Ich bin nicht bei HoGa beschäftigt, sondern in der Versicherungswirtschaft.

  20. Ente
    Erstellt 20. April 2020 23:08 | Permanent-Link

    Ich kann die Regelung bezüglich der Gastronomie absolut nachvollziehen. Ich arbeite selber unter anderem im Ausschank und habe daher schon Erfahrungen sammeln können, wie sich viele schon nach 2-3 Bier verhalten und wie viel offener und anhänglicher Personen werden und auch da schon keinen Abstand zu diversen Personen halten möchten, trotz mehrmaligem Ermahnen und Rauswurf.

    Was Restaurants angeht: auch, wenn es möglich ist, Tische im Mindestabstand zu platzieren, so sind es im Endeffekt die Angestellten die sich der Gefahr einer Infektion nicht mehr entziehen können. Gäste suchen es sich aus, sich dieser Gefahr auszusetzen, den Angestellten bliebe momentan nichts anderes übrig.
    Aufgrund der Pandemie, welche gesundheitliche und wirtschaftliche Krisen mit sich zieht, ist es auch kaum möglich - wenn auch nur zur Überbrückung - eine neue Arbeit zu finden.

    Die Bedienungen haben nun mal keine 1,5 bis 2 Meter langen Arme um das Essen und mehrfach neues Trinken und eventuell noch andere Wünsche zu servieren. Sollte all dies mit Schutzmasken und Handschuhen geschehen, so müsste erst einmal diese Ausrüstung beschafft werden, um diese auch mehrmals täglich bei gegebenen Anlass zu wechseln (Toilettengang, mal Luft schnappen oder etwas essen u. Ä.). Egal, ob nun der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer diese Schutzausrüstung beschaffen müsste, so stellt sich die Frage, ob die Kosten des zu deckenden Bedarfs bei Betrachtung der momentanen Preise das Einkommen nicht unerheblich belasten würden.

    Das Ganze ist eben nicht so einfach und sollte meiner Meinung nach auch mal vor allem von der Seite der tatsächlich Betroffenen beleuchtet werden. Immerhin geht es hier nicht nur um das Geld, sondern auch um die Gesundheit und auch die der Angehörigen des Hausstands eines jeden Restaurant/Barangestellten.

  21. Suse
    Erstellt 21. April 2020 15:19 | Permanent-Link

    Ich arbeite selber in der Gastro. Was da läuft , überbietet alles.Man entmündigt uns und wir schauen einfach zu.Die Kinder sind seit Wochen ohne gleichberechtigten Unterricht.Wenn alles los geht , werden Arbeiten geschrieben, ganz zu schweigen davon , wie meine Tochter einen 5 jährigen still halten soll , während meine Enkeltochter 8 Jahre Projekte ausarbeitet!!Die Mutti soll ich zerteilen , es interessiertNiemand 8 wie das seit Wochen geht , wenn man alleinstehend ist!!Mein Sohn , dessen Sohn auch 8 Jahre ist ist alleinstehend und voll berufstätig. Soll er seinem Chef erzählen das er jetzt wochenlang nicht arbeiten kann???Wer bezahlt Miete usw?Wir müssen für unseren Lebensunterhalt arbeiten, nicht wie Andere Leute und da steigen die Wählerzahlen für die CDU , weil sie alles in der Krise so gut im Griff haben??Seid Ihr eigentlich sicher und überzeugt, was Ihr tut?Bin stinksauer

  22. Barbara v.Olnhausen
    Erstellt 22. April 2020 06:22 | Permanent-Link

    Ist schon allen klar, dass wir über einen Virus reden? Den haben wir jetzt, und früher oder später infiziert sich jeder damit.

  23. Gabriele Schmidt
    Erstellt 22. April 2020 16:45 | Permanent-Link

    Bisher hat die Angst vor dem Tod die Menschen in Deutschland dazu bewogen, allen aufgezwungenen Vorschriften der Regierung zu gehorchen. Aber irgendwann ist Schluss. Schweden ist für mich ein gutes Beispiel. Wir Bürger sind mündig genug. Man kann nicht über Monate und Jahre hinweg eine Glasglocke über uns stülpen. Was machen wir, wenn der nächste Virus kommt? Selbstmord???

  24. Mg
    Erstellt 29. April 2020 15:38 | Permanent-Link

    Das alles ist bullshit die Menschen drehen doch durch ich kann grad nicht arbeiten bin auch in der gastro psychisch und bald auf der Straße kann keine rechnung mehr zahlen abartig was die mit uns machen daran denken die Politiker nicht die haben ja Millionen auf dem konto ich hasse diese Politik

  25. Dennis
    Erstellt 1. Mai 2020 15:16 | Permanent-Link

    Es wäre schön wenn man das Kurzarbeitergeld ab sofort aufstockt und nicht erst nach 4 Monaten!!Wenn die Regierung uns (Gastronomen) schon die Arbeit verweigert.Aber das interessiert von diesen Leuten niemanden,sie haben ja ihre Gehälter.Liebe Politiker zeigt Solidarität und verzichtet auf euer Geld,zumindest wisst ihr dann wie es den anderen 10 Mio Menschen in der kurzarbeit geht.

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