Coronakrise

Biergärten öffnen ab 18. Mai


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Noch vor den gemeinsamen Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen am Mittwoch preschen weitere Bundesländer vor. Bayern hebt die Ausgangssperre auf.

Je erfreulicher sich das Corona-Infektionsgeschehen entwickelt und je geringer sich die Gefährdung in einzelnen Lebensbereichen darstellt, desto eher kommen Erleichterungen in Betracht, teilt das Bayerische Kabinett heute mit. Sollte sich jedoch das Infektionsgeschehen schlechter entwickeln, müssen die einschränkenden Maßnahmen länger bestehen bleiben.

Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr das ARD-Hauptstadtstudio nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.

Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.

Am heutigen Mittwoch entfällt in Bayern die allgemeine Ausgangsbeschränkung. Die bestehende Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot gelten fort. Ähnliche Lockerungen sind in Niedersachsen geplant.

Ab dem 11. Mai ist in Bayern die Öffnung aller Handels- und Dienstleistungsbetriebe (Groß- und Einzelhandel mit Kundenverkehr) unter Auflagen wie Maskenpflicht erlaubt. Die bislang geltende Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 qm wird aufgehoben.

Der Betreiber hat sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann und die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 20 m² Verkaufsfläche. Der Betreiber hat ein Schutz,- Hygiene und Parkplatzkonzept auszuarbeiten. Auch Einkaufszentren und Wochenmärkte können unter Beachtung besonderer Auflagen wieder öffnen. 


In Niedersachen öffnen Restaurants ab nächster Woche. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) kündigte am Dienstag die teilweise Öffnung von Gastronomieeinrichtungen in einer ersten Stufe ab dem 11. Mai an. Diese gelte allerdings nur für Restaurants, Gaststätten, Cafes und Biergärten. Die Einrichtungen dürften bis zu 50 Prozent ihrer Kapazitäten zur Verfügung stellen. Zudem soll es eine Reservierungs- und Kontaktdatenpflicht geben. Bars, Kneipen und Diskotheken seien davon weiterhin ausgenommen, teilt die Landesregierung in Hannover mit. 

Die Gastronomie in Bayern darf schrittweise ab 18. Mai 2020 geöffnet werden zunächst im Außenbereich wie Biergärten, Speisegaststätten im Innenbereich ab 25. Mai 2020. Das Pfingstwochenende (30. Mai) ist der Zeitpunkt für eine mögliche Öffnung von Hotels (inkl. Ferienwohnungen und Camping) und weiterer Angebote im Tourismus, z. B.: Schlösser, Seenschifffahrt und Freizeitparks. Für die Öffnung von Hotels gelten strenge Auflagen. Wellnessbereiche und Schwimmbad bleiben geschlossen. Verpflegung findet nur mit Abstand und begrenztem Einlass statt. Statt Frühstücksbuffet wird am Tisch serviert.
Für alle denkbaren Schritte gelten strenge Auflagen, die insbesondere die ·Einschränkung von Öffnungszeiten, Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe, Begrenzung von Gästezahlen, Sicherstellung von Abstand (Einlass/Ausgang separat, Reservierungspflicht) umfassen.

Ab 11. Mai soll der Präsenzunterricht für Abschlussklassen aufgenommen werden. In denPfingst- und Sommerferien soll eine Notbetreuung sichergestellt werden. Das Besuchsrecht in Alten-und Pflegeheimen wird gelockert.

 

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