Demonstration

Abgesang auf Schmidt vor dem Kanzleramt

Pressekonferenz als Auftakt zur Großdemo auf der IGW
Foto: J_Struck
Pressekonferenz als Auftakt zur Großdemo auf der IGW

Am kommenden Samstag wird erneut die Großdemonstration "Wir haben es satt" in Berlin stattfinden. Bereits am Mittwoch ist eine Aktion im Regierungsviertel geplant.

Die Themen Glyphosat, Wasserbelastung durch Überdüngung und negative Folgen durch Exporte von Agrar- und Ernährungsgütern bestimmen die diesjährige Großdemonstration im Umfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW). Zur Einstimmung begrüßten die Organisatoren heute in Berlin zahlreiche Medienvertreter.

Dringend notwendig sei ein Umsteuern in der europäischen aber auch weltweiten Agrarpolitik, appellierten Vertreter der beteiligten Organisationen. In Deutschland habe Bundesagrarminister Christian Schmidt durch sein Votum für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat den Ausstieg aus der "flächendeckenden Pestizid-Anwendung" verhindert. Die vor allem aus der Tierhaltung resultierende Überdüngung belaste zunehmend das Grundwasser. Die Zeche zahle der Verbraucher. Hinzu komme, dass Exporte zu Dumping-Preisen die Bauern sowohl hierzulande als auch in weiten Teilen der Welt ruiniere. 


Die Demonstration enthalte auch einige neue Elemente, verdeutlichten die Veranstalter. So werde bereits am Mittwoch unter dem Motto: "Nie wieder Schmidt" eine Gruppe von 20 Personen mit dem Konterfei des Ministers in erstarrter Position vor dem Bundeskanzleramt stehen. Ihnen gegenüber werde eine Gruppe von Demonstranten unter lautem Schlagen auf Kochtöpfe das "Nie-wieder-Schmidt" Lied anstimmen. Dies solle den Abgesang auf den "zukünftig ehemaligen" Minister darstellen.

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