Im Gänsemarsch zum Gänsemarkt: Seit den frühen Morgenstunden schleichen Traktoren in die Hafenstadt.
Bild: Julia Roß
Im Gänsemarsch zum Gänsemarkt: Seit den frühen Morgenstunden schleichen Traktoren in die Hafenstadt.

Tausende Landwirte protestierten heute gegen strengere Regelungen im Umweltschutz. Statt Verboten sollten Lösungen auf freiwilliger Basis gefunden werden.

Mit rund 3500 Treckern haben protestierende Bauern die Hamburger Innenstadt lahmgelegt. Anlass der Sternfahrt war die vom 13. bis 15. November abgehaltene Umweltministerkonferenz. Hier tagen die Minister, Senatoren sowie Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Hamburger Marriott Hotel in der Innenstadt. Das protestierende Bündnis aus Bauern, Schäfern und Jägern hat die Umweltminister von Bund und Ländern aufgefordert, im Natur- und Umweltschutz mehr auf Freiwilligkeit zu setzen.

"Kooperation statt Verbote – Dialog statt Kooperation" lautet die Überschrift einer Resolution, die das Aktionsbündnis Forum Natur heute den tagenden Ministern übergeben will. "Wir demonstrieren nicht gegen Insekten- und Artenschutz – im Gegenteil: Wir Bauern brauchen die Bestäuber wie keine andere Branche", so der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Hartelt. Respekt kommt vom Nabu, der betont, man müsse die Landwirte ernst nehmen.


Bauerndemo: Hamburg von Treckern belagert


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  1. Michael Schneider
    Erstellt 14. November 2019 17:42 | Permanent-Link

    Die Bauern haben Recht, die Politik auf Verodnungsabwege. Mit Verordungen gibt es keinen Lösungsweg für mehr Biodiveristät, wie Tier.- und Verbraucherschutz.
    Die Fermi-Green-GmbH wurde bisher von der Politik abgelehnt, das letzte Schreiben von Fr. Klöckner an mich, eine Schande und Kapitulation vor dem Schöpferwillen.
    Gute Nacht Agrarpolitik Deutschland

  2. Dr. Thomas Mellinger
    Erstellt 14. November 2019 21:04 | Permanent-Link

    Endlich wehren sich die Bauern gegen eine Politik, die mit der Komplexität der Zusammenhänge hoffnungslos überfordert ist. Solange sie nicht gehört werden, müsste es einen regelmäßigen Friday for farmers geben, um der Öffentlichkeit klar zu machen, dass wir nicht die Umweltverschmutzer Nr. 1 sind, sondern die Produzenten der Nahrnungsmittel sind, die die Menscheit in dieser Qualität noch nie hatte.

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