Deutscher Bauerntag 2019

Kretschmer verspricht mehr Geld fürs Land


Michael Kretschmer lehnt die Kappung der Direktzahlungen ab.
Foto: CDU Landesverband
Michael Kretschmer lehnt die Kappung der Direktzahlungen ab.

Ein klares Bekenntnis gibt Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident in Sachsen, auf dem Deutschen Bauerntag für den ländlichen Raum ab. Ideologische Ansichten zum Wolf müssen seiner Meinung nach ein Ende haben. 

„Wir in Sachsen leiden unter den russischen Sanktionen. Damit schaden wir uns selbst", sagte Kretschmer vor den Delegierten beim Bauerntag in Schkeuditz bei Leipzig. „Wir sagen in Sachsen, was wir denken und wenn das unsere Position ist, dann vertreten wir das auch", positioniert sich Kretschmer im Wahlkampfmodus. In Sachsen wird im September ein neuer Landtag gewählt. Der CDU-Politiker hofft, mit seinen Aussagen zu Russland Bewegung in die Sanktionsdebatte gebracht zu haben. Die Aufnahme Russlands in den Europarat sei ein erster Schritt, meint er.

Zurück im agrarpolitischen Kosmos, lehnt Kretschmer eine Kappung der Direktzahlungen ab. „Wir wollen den Osten mit den großen Betriebsstrukturen nicht über die Wupper gehen lassen." Eine klare Absage erteilt er den Forschern in Halle, die sich für mehr Förderung der Städte aussprechen. Sachsen mache das Gegenteil: „Wir investieren in den ländlichen Raum, weil sich das Land dazu in der Verfassung verpflichtet hat, in Stadt und Land gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen." Kretschmer will den Bedürfnissen der Bevölkerung mit einer geplanten Volksmitsprache in Sachsen mehr Gehör verschaffen.

Gerade beim Wolf beobachtet der CDU-Politiker im Bundesrat von den grünen Ländern ideologische Einwände, die niemand verstehen. In den Regionen, wo Wölfe Nutztiere reißen, würden sich die Landwirte frustriert zurückziehen und sich von der Politik abwenden.

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