Regionale Schlachthöfe

Ein wichtiges Fundament

Das Bundeslandwirtschaftsministerium diskutiert mit den Landesregierungen Perspektiven für den Erhalt und die Wiederbelebung regionaler Schlachtstrukturen.
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Das Bundeslandwirtschaftsministerium diskutiert mit den Landesregierungen Perspektiven für den Erhalt und die Wiederbelebung regionaler Schlachtstrukturen.

Die Bundesregierung unterstreicht die Bedeutung regional verankerter Schlachtstätten und arbeitet an Perspektiven für ihren Erhalt.

Die Schließung regionaler Schlachtstätten sieht die Bundesregierung „nicht ohne Sorge“. Das macht sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag deutlich. Kleine und mittelständische Betriebe der Ernährungswirtschaft seien „ein wichtiges Fundament für die Resilienz unseres Ernährungssystems“.

Allerdings sei angesichts der seit Jahren rückläufigen Schlachtzahlen ein „durchdachtes und planvolles Vorgehen“ angezeigt, erläutert die Bundesregierung in dem Schreiben. Vor diesem Hintergrund habe das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) im Herbst 2020 eine Stellungnahme des Thünen-Instituts zu den Folgewirkungen und Marktperspektiven der Förderung regionaler Schlachthöfe eingeholt und arbeite nun auf dieser Basis mit den Ländern an „planvollen Lösungen“. Hintergrund der Anfrage der FDP-Abgeordneten war die Schließung des kommunalen Schlachthofs im baden-württembergischen Metzingen Ende 2020. Diese war aufgrund des neuen Arbeitsschutzkontrollgesetzes notwendig geworden, das den Einsatz von Fremdpersonal in Kernbereichen wie dem Schlachten verbietet. Die Regierung sieht das Gesetz indes auch mit Blick auf kleine Schlachthäuser als ausgewogen an. Schließlich seien Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten von der Regel ausgenommen. Zur weiteren Förderung der regionalen Schlachtstrukturen verweist die Bundesregierung auf die Möglichkeiten im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe GAK. Darüber hinaus stehe das BMEL mit den Ländern im Austausch, um Perspektiven für den Erhalt und die Wiederbelebung regionaler Schlachtstrukturen und die Weiterentwicklung der Förderung zu diskutieren.

Dieser Text erschien zuerst auf www.fleischwirtschaft.de.
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