Die Top Themen: Brexit, Baywa, Bestandsaufnahme

az-Wochenstart: Was Wichtig Wird

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Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre! Ihre Stefanie Pionke, Redaktion agrarzeitung.

Der Brexit wird auch in der nächsten Woche die europapolitische Bühne beherrschen. Außerdem bekennt die Baywa Farbe mit der Vorlage ihrer Bilanz für 2018. Auch Bayer Crop Science lädt zur Jahres-PK. Und aus den USA gibt es interessante Marktzahlen.

Und wöchentlich grüßt der Brexit

Foto: Pixabay
Die Abgeordneten des britischen Unterhauses müssen sich mittlerweile vorkommen wie Bill Murray in dem 90er-Jahre Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Murray spielt dort einen Wetteransager, der in einer Zeitschleife festhängt und immer wieder den gleichen Tag erlebt. In dieser Woche sollen die britischen Parlamentarier wieder einmal über den Austrittsvertrag zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU abstimmen – obwohl sich an der Sachlage nichts Wesentliches geändert hat. Fällt das Vertragswerk erneut durch, verlassen die Briten statt am 29. März am 12. April die Europäische Union. Stimmen die Abgeordneten dieses Mal zu – vielleicht auch einfach, um sich aus der Zeitschleife zu winden, darf das Vereinigte Königreich noch bis zum 22. Mai in der EU bleiben – und muss sich nicht an den Europawahlen beteiligen, die am Tag danach beginnen. Also wieder einmal lautet die Devise: Abwarten und abstimmen lassen - und dann gegebenenfalls neu sortieren. Ach ja: Am Wochenende kochten wieder einmal Rücktrittsgerüchte über die britische Premierministerin Theresa May hoch: Medienberichten zufolge wolle Mays Kabinett sie zum Rücktritt zwingen. Lösen würde ein Sturz der Premierministerin das Brexit-Chaos natürlich nicht.  (Foto: Pixabay)

Regeln für Dünger

Foto: Rauch
Das Europaparlament in Straßburg wird Mitte der Woche den bereits im November vereinbarten Kompromiss zur CE-Kennzeichnung von Düngemitteln durchwinken. Das europäische Qualitätssiegel soll nicht nur für anorganischen, sondern auch für organischen Dünger gelten.  Außerdem gibt es schärfere Grenzwerte für den Cadmium-Gehalt in Phosphordünger. (Foto: Rauch)

Bayer Crop Science lädt zur Jahres-PK

Bayer
Während der Bayer-Konzern mit der unliebsamen US-Tochter und ihrem Blockbuster-Produkt Glyphosat unlängst im Fadenkreuz des öffentlichen Interesses stand, wird die Saatgut- und Pflanzenschutzsparte Cropscience am Mittwoch und Donnerstag bei ihrer Jahrespressekonferenz Rede und Antwort stehen über Strategien und Ergebnisse. Man muss nicht über hellseherische Fähigkeiten verfügen, um zu erahnen, dass auch die weitere Integration von Monsanto und Glyphosat Thema sein werden. Als ob das regulatorische und politische Umfeld zum europäischen und deutschen Pflanzenschutz nicht schon Baustelle genug wären! (Grafik: Bayer)

Baywa bilanziert

Foto: Baywa
Am Donnerstag legen die Münchner das Zahlenwerk für das Gesamtjahr 2018 vor. Anfang des Monats hatte die Baywa bereits einige Kennziffern vorab veröffentlicht. Demnach stieg das Ebit leicht an im Vergleich zum Vorjahr. Dazu beigetragen hat weniger der durch geringere Betriebsmittelumsätze oder temporär explodierende Frachtraten geprägte Agrarhandel als der Geschäftsbereich erneuerbare Energien. Der planmäßige Verkauf von Windparks hat der Baywa Cash in die Kasse gespült. Für CEO Klaus Josef Lutz ist die erneuerbare-Energien-Tochter ohnehin das „Flagschiff“ des Konzerns, wie er bei der Vorstellung der Zahlen zum 3. Quartal 2018 im November mitteilte.
Da die Baywa und ihr Chef eine Art Exotendasein in der deutschen Agrarhandelslandschaft fristen, gibt es auf der Bilanzpressekonferenz immer wieder interessante Fragestellungen. Was die Münchner in Sachen „Light Asset Management“ weiter vorhaben, welche Expansionen global auf dem Zettel stehen oder wie man sich für das Kartellverfahren Pflanzenschutz rüstet, wären nur einige davon. (Foto: Baywa AG)

Bestandsaufnahme made in USA

Foto: Lantmannen
Noch gut drei Monate, und das neue Getreidewirtschaftsjahr 2019/20 beginnt. Für Marktteilnehmer wird jedwede Information, die Aufschluss über Angebot und Nachfrage in der kommenden Saison bietet, also zunehmend interessanter. Am Freitag legt das US-Agrarministerium (USDA) die Zahlen der vierteljährlichen Vorratslage bei Getreide und Ölsaaten in den Silos entlang der Wertschöpfungskette vor. Außerdem präsentiert das USDA Zahlen zur Aussaat für die Ernte 2019. Tendenzen sind zwar bereits bekannt: Das Herz der US-Landwirte schlägt zugunsten von Mais statt Sojabohnen (Handelsstreit lässt grüßen!). Aber dennoch werden sich Analysten, Händler und Co. dankbar auf die Zahlen von Freitag stürzen. (Foto: Lantmannen)

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