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az-Wochenstart: Von Brexit, Grüne Woche, Klöckner, Digitalisierung

In London wird das britische Politik-Chaos um den Brexit weitergehen. In Brüssel wird neben dem politischen Tagesgeschäft hinter verschlossenen Türen an den Brexit-Positionen gefeilt. Und Berlin steht ganz im Zeichen der Internationalen Grünen Woche.

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Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche! Ihre Dr. Angela Werner, Chefredakteurin agrarzeitung.

Der Brexit und das britische Politikchaos werden uns auch in dieser Woche weiter beschäftigen. Von Planungssicherheit keine Spur, im Gegenteil - es gibt immer mehr Fragezeichen, was die Briten eigentlich wollen und wie es überhaupt weitergehen kann.

Noch kein Ausweg aus dem Brexit-Chaos in Sicht

Am Montag will die Britische Premierministerin Theresa May ihren neuen Plan für den Austritt aus der EU bekanntgeben. Sie wird versuchen, den Notfallplan für die innerirische Grenze (Backstopp) abzuschwächen. Die rund 100 Tory-Abgeordneten aus der eigenen Partei, die gegen den EU-Austrittsvertrag stimmten, fühlen sich vom Notfallplan aber bevormundet. Mays Chancen stehen schlecht, ihre abtrünnigen Parteimitglieder zu überzeugen, zumal die EU-Kommission bereits klargestellt hat, dass am Notfallplan nichts mehr geändert wird. May tut sich aber auch schwer, auf die oppositionelle Labour-Party zuzugehen, zumal deren Forderungen nach einer Zollunion und nach einem 2. Referendum ohnehin nicht zu ihren Brexit-Plänen passen. Ob sich aus diesen unterschiedlichen Positionen ein neues Konzept schmieden lässt, ist mehr als fraglich. Ein Aufschub für den Austrittstermin seitens der EU ist denkbar.

Unterdessen geht der normale Politikbetrieb in Brüssel weiter.  Am Mittwoch und Donnerstag stellt der rumänische EU-Ratspräsident Petr Daea den Abgeordneten im Agrarausschuss des Europaparlaments sein Halbjahresprogramm vor. Und EU-Agrarkommissar Phil Hogan debattiert mit den Ausschussmitgliedern über die Umweltauflagen aus seinem Reformvorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2021.

Grüne Woche mit vielfältigen Themen

Berlin steht ganz im Zeichen der Internationalen Grünen Woche und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat bei ihrer ersten Grünen Woche viele Termine, Grußworte und Reden zu absolvieren. Sie wird dabei nicht müde, die Bedeutung der Digitalisierung für die Landwirtschaft herauszustellen, zum Beispiel auf dem "Farm & Food Kongress" am Montag. Aber auch zu Themen wie die Agrarsoziale Sicherung, das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, verbraucherfreundliche EU-Lebensmittelpolitik oder Fachkräftesicherung muss sie reden. Und am Mittwoch flaniert sie gemeinsam mit Bundespräsident Walter Steinmeier durch die Hallen, um „Lust auf’s Land“ zu machen.

Zeitgleich finden auch zahlreiche Fachveranstaltungen statt. So machen sich der Deutsche Bauernverband (DBV) am Montag und der Milchindustrie–Verband (MIV) am Dienstag Gedanken über die Entwicklungen und Aussichten am Milchmarkt. Das Bundesamt für Risikobewertung widmet sich am Dienstag dem Thema Mikroplastik und das Bundeslandwirtschaftsministerium am Mittwoch auf dem Zukunftsforum der Ländlichen Entwicklung 2019.

Darüber hinaus werden sich wieder zahlreiche Verbraucher auf der Messe tummeln, um sich über die neuesten Köstlichkeiten zu informieren - und vor allem, zu probieren.

 

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