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az-Wochenstart: Von EU-Agrarreform, BASF, Brexit bis Klimaschutz

Während in Brüssel hinter den Kulissen der Brexit-Sondergipfel vorbereitet wird – sofern nichts dazwischen kommt und sich die Briten auf den Austrittskompromiss überhaupt verständigen können – werden die EU-Agrarminister weiter über die Gemeinsame EU-Agrarpolitik debattieren.

Foto: az
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche! Ihre Dr. Angela Werner, Chefredakteurin agrarzeitung.

Neben der EU-Agrarreform (GAP) geht es auf dem EU-Agrarrat unter österreichischer Leitung auch um die Reform der Marktordnungen und ob die bestehenden Marktordnungsinstrumente in Krisenzeiten ausreichen. Auch das Thema Pflanzenschutz steht auf dem Programm des Agrarrates. Allerdings geht es dabei nicht um Glyphosat, sondern viel mehr darum, ob die EU-Staaten ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um gegen neue Krankheiten gewappnet zu sein. Denn wegen des Klimawandels und wachsender Importe pflanzlicher Produkte können neue Schaderreger und Schädlingen eingeschleppt werden. Natürlich darf auch die GAP nicht fehlen und Diskussionen, wie der größere Spielraum der EU-Mitgliedstaaten genutzt wird und wie die nationalen Strategiepläne effizienter gestaltet werden können. Am Rande werden sicher auch die Folgen eines harten oder weichen Brexits besprochen.

Klimaziele für die Landwirtschaft

Im Vorfeld des EU-Agrarrates mahnt der Bund Ökologische Landwirtschaft (BÖLW), mit der neuen EU-Agrarpolitik vor allem das Klima zu schützen und durch die GAP Landwirte, die klima- und umweltfreundlich wirtschaften, zu honorieren. Ums Klima geht es auch am Mittwoch beim 8. Berliner Klimagespräch. Dort wird Staatssekretär Hermann Onko Aeikens während einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort stehen müssen, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung die Zwischen-Klimaziele 2030 im Landwirtschaftssektor erreichen will und wie der Beitrag der Landwirtschaft aussehen soll.

Ein weiterhin grüne Handschrift wird wohl auch die Politik in Hessen tragen, nach dem die Pannen bei der Landtagswahl nun analysiert, die Stimmen teilweise erneut ausgezählt worden sind und letztendlich am Ergebnis sich nur marginal etwas geändert hat.

BASF spielt mit bei Saatgut

Mit Spannung wird erwartet, wie sich die BASF nun strategisch aufstellen will. Der Konzern hatte durch die Übernahme von Monsanto durch Bayer stark profitiert und sich in den Segmenten Pflanzenschutz, Biotechnologie und Digital Farming strategisch ergänzt. Gleichzeitig steigt die BASF in die Geschäfte mit Saatgut und nicht-selektiven Herbiziden sowie in die Saatgutbehandlung mit Nematiziden ein. In puncto Saatgut ist die BASF nun wieder ein weiterer Player in diesem Segment. Rund insgesamt 7,6 Mrd. € haben BASF die Übernahmen gekostet. Die Akquisitionen bringen rund 2 Mrd. € an Umsatz. Entscheidend wird sein, wie sich die BASF nun positioniert und die neuen Geschäftsbereiche in de Konzern integriert.









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