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az-Wochenstart: Bayer-HV, Nährstoffbericht, Marktausblick

Bayer-Chef Werner Baumann muss sich warm anziehen. Auf der Hauptversammlung werden Anleger kritische Fragen stellen. Getreidehändler suchen Impulse für die neue Vermarktungssaison.

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Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre! Ihre Angela Werner, Chefredaktion agrarzeitung.

Turbulente Hauptversammlung

Bild: Bayer
Während es auf dem politischen Parkett in Berlin und Brüssel in dieser Woche eher ruhig zugeht, könnte es für den Bayer-Konzern turbulent werden. Auf der Hauptversammlung am Freitag muss sich Bayer-Chef Werner Baumann von den Aktionären kritische Fragen gefallen lassen wegen der Übernahme von Monsanto. Ob Aufsichtsrat und Vorstand entlastet werden, scheint offen. Der Konzern hat massiv an Börsenwert verloren, auch wenn das operative Geschäft bislang positiv verlief. Am Donnerstag gibt es frische Zahlen zum 1. Quartal. Die größte Übernahme in der Konzerngeschichte, die Bayer eigentlich stärken sollte, hat das Unternehmen in eine heikle Lage gebracht. (Foto: Bayer)

Am Mittwoch könnte auch der Nährstoffbericht 2017/18 für Niedersachsen für neuen Zündstoff sorgen, wenn die Nähstoffüberschüsse zu hoch ausfallen. Da dürfte es die Bundesregierung schwer haben, die EU-Kommission aktuell davon zu überzeugen, dass die Nitratwerte im Grundwasser sinken. Brüssel droht, in den Roten Gebieten eine pauschale Reduktion des Düngebedarfs um 20 Prozent vorschreiben.

Händlertreffen zum Saisonende

Thorben Wengert / pixelio.de
Anlass zu Diskussionen dürfte auch die Entwicklung der Getreidemärkte bieten. Am Donnerstag treffen sich Getreidehändler, Makler und andere Marktteilnehmer in Hamburg zur Norddeutschen Gemeinschaftsbörse. Etwas mehr als zwei Monate vor Beginn der neuen Saison 2019/20 dürfte es viel Gesprächsstoff geben: Wie viel unverkauftes Getreide ist noch in den Lägern? Wie berechtigt sind neu aufkommende Dürresorgen? Und last but not least: Welche Preisentwicklungen sind im neuen Wirtschaftsjahr zu erwarten? Außerdem dürfte der Anschluss an die neue Ernte Anlass zu Spekulationen bieten – frei nach dem Motto: Wird es auf den letzten Metern noch einmal knapp und teuer? Auf Impulssuche dürften derzeit viele Marktteilnehmer sein. Aktuell stehen die Zeichen mit Blick auf das kommende Wirtschaftsjahr zwar auf Erholung und auf einer Rückkehr zu normalen Ertragsniveaus. Doch die Erfahrung des Vorjahres zeigt, dass Mutter Natur schnell zum „Game Changer“ werden kann. (Foto: Thorben Wengert / pixelio.de)

Chinas Boykott für kanadischen Raps belastet den Markt.

Am Mittwoch wird das kanadische Statistikamt StatsCanada seine aktuellen Schätzungen zur Anbaufläche von Canola-Raps veröffentlichen. Es wird erwartet, dass die kanadischen Farmer weniger Raps anbauen und auf Durum ausweichen. Das Verhältnis zwischen Kanada und China ist seit der Festnahme einer Huawei-Managerin auf Drängen der USA angespannt. Deshalb meidet derzeit China kanadischen Canola und die Kurse geraten zunehmend unter Druck. Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. Denn in der Ukraine steht eine rekordverdächtige Ernte an. Die ukrainische Rapsernte 2019 könnte 3,6 Mio. t erreichen. Das wären 19 Prozent mehr als im Vorjahr und im langjährigen Vergleich ein Rekordergebnis.

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