Die Top Themen: Bauerntag, Zweiter Anlauf in Brüssel, US-Aussaat

az-Wochenstart: Was Wichtig Wird

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Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre! Ihre Stefanie Pionke, Redaktion agrarzeitung.

Der Deutsche Bauerntag in Leipzig widmet sich dem Spannungsfeld aus vermeintlich widrigen Rahmenbedingungen, gesellschaftlichen Ansprüchen und Marktrealität. Das politische Europa erklimmt einen zweiten Gipfel, um das neue Spitzenpersonal zu küren. Aus den USA kommen Daten zu den Getreideflächen.  

Deutscher Bauerntag: Aufbruchsstimmung war gestern

Screenshot: az
Am Mittwoch und Donnerstag findet der Deutsche Bauerntag 2019 in Leipzig statt. Der Deutsche Bauernverband (DBV) als Veranstalter sieht offenbar die Zeit gekommen, in Sachen Erwartungsmanagement etwas auf die Bremse zu treten. „Wandel braucht Verlässlichkeit“ ist das Motto des diesjährigen Bauerntages und soll verdeutlichen, dass Landwirte ohne „gute Rahmenbedingungen“ keine erfolgreiche Weiterentwicklung, Innovationen oder Nachhaltigkeit bereitstellen können. So zumindest der Tenor aus dem Grußwort von Bauernpräsident Joachim Rukwied. Im Jahr 2015 stand der Bauerntag noch unter dem Motto „Veränderung gestalten“. Seitdem ist offenbar eine gewisse Resignation eingekehrt. Themen sind die Nutztierstrategie im Spannungsfeld von gesellschaftlichem Wunsch und Marktrealität sowie der Schutz von Klima, Luft, Wasser und Insekten – und wie man diesen durch Kooperationen gewährleisten kann. Außerdem diskutieren unter anderem DBV-Präsident Rukwied, Theo de Jager, Präsident der World Farmers Organisation, und Agravis-Vorstandschef Dr. Dirk Köckler über die Zukunft der Landwirtschaft.  Die wie gesagt unter dem Vorbehalt steht, dass doch die Rahmenbedingungen zu stimmen haben. Und die Rahmenbedingungen waren schon einmal freundlicher für die Branche, wie beispielsweise an der hitzigen Debatte über die erneute Verschärfung der Dünge-VO deutlich wird. (Screenshot: az)

Zweiter Gipfel

Nach der Europawahl ziehen die Staats- und Regierungschefs Bilanz.
Foto: Pixabay
Nach der Europawahl ziehen die Staats- und Regierungschefs Bilanz.
Die geballte Europapolitik nimmt am Sonntag einen zweiten Anlauf, um ihr Spitzenpersonal nach der Europawahl zu küren. In einem ersten Anlauf vergangenen Freitag konnten sich die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten nicht einigen auf Kandidaten für den neuen EU-Kommissionspräsidenten, den EU-Ratspräsidenten, den EU-Außenbeauftragten sowie den Zentralbankchef. Ein Ergebnis stand jedenfalls fest: Der niederbayerische Europaparlamentarier Manfred Weber ist durchgefallen – ihm fehlte es laut dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron an Kompetenz. Sollte die Kür des Kommissionspräsidenten weiterkommen, dürften auch die Spekulationen um die Besetzung der neuen Kommission an Nahrung gewinnen. Dem amtierenden EU-Agrarkommissar Phil Hogan jedenfalls werden Ambitionen nachgesagt, eine weitere Amtsperiode anzustreben. (Foto:Pixabay)

Marktimpulse aus Übersee

Das USDA Gebäude
USDA
Das USDA Gebäude
Am Freitag veröffentlicht das US-Agrarministerium (USDA) seinen vierteljährlichen Aussaatbericht. Diese Berichte finden am Getreidemarkt generell viel Beachtung, auch in Jahren, in denen es eigentlich keine spektakulären Neuigkeiten zu erwarten gibt. Dieses Mal gibt es aber erhöhte Erwartungen an den Report, da aus den USA der so ziemlich einzige, bullische Einflussfaktor für die Marktentwicklung kommt: Inwieweit haben die heftigen Regenfälle in den US-Anbaugebieten dazu geführt, dass Farmer ihren Mais nicht in den Boden bekommen haben und stattdessen möglicherweise auf Sojabohnen umschwenken? Das USDA hat bereits in seinem Juni-Wasde eine deutliche Abwärtskorrektur für die kommende US-Maisernte vorgenommen. (Foto: USDA)

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