Aktion "Testfelder"

Geld für digitale Projekte auf dem Land


Wie sich Digitales und Grünes miteinander verknüpfen lassen, will das Bundeslandwirtschaftsministerium genauer ausloten.
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Wie sich Digitales und Grünes miteinander verknüpfen lassen, will das Bundeslandwirtschaftsministerium genauer ausloten.

Das Bundesagrarministerium (BMEL) will erproben lassen, wie Agrar 4.0 optimal zum Einsatz kommen kann für präzise Betriebsmittelausbringung und Tierwohl - und wie technische Hürden beseitigt werden können. Gewünschtes Beiprodukt: soziale Akzeptanz.

In einem neuen Förderprogramm will das BMEL so genannte digitale Testfelder in ländlichen Räumen fördern. In Pilotprojekten und auf landwirtschaftlichen Betrieben sollen Lösungen für Problemstellung wie die Schaffung geeigneter Datenschnittstellen und Kompatibilität von Smart-Farming-Anwendungen, Fragen nach Standardsetzungen und Datenplattformen untersucht werden. Im Haushaltsentwurf für 2019 stellt das BMEL insgesamt 15 Mio. € für Digitalisierungsprojekte bereit, die auch in die Testfelder fließen sollen. Weitere 45 Mio. € sollen bis 2022 folgen.

Auf den Testfeldern soll laut BMEL erforscht werden, wie digitale Techniken in den grünen Berufen optimal zum Schutz der Umwelt, des Tierwohls, der Biodiversität und zur Arbeitserleichterung der Landwirte eingesetzt werden können. Die Überwachung von Nutztieren via Sensoren, die bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen Alarm schlagen, führt das Ministerium als Beispiel dafür an, wie die Digitalisierung Fortschritte beim Tierwohl bringen kann.  In der präzisen Ausbringung von Dünger oder Pflanzenschutz sieht das Ressort Perspektiven für einen umweltschonenderen Betriebsmitteleinsatz.



„Digitalisierung ist die Lösung in der Ideologiefalle, gegen Schwarz-Weiß-Denken. Denn wenn wir weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen wollen, heißt die Antwort nicht Totalverbot von allem, sondern präziseres und bedarfsgerechtes Ausbringen“, so Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU). "Digitalisierung ist die Lösung in der Ideologiefalle, gegen Schwarz-Weiß-Denken", lautet die Hoffnung der Ministerin auf mehr soziale Akzeptanz für die Landwirtschaft.

Als Antragsteller kommen öffentliche Einrichtungen und nicht gewinnorientierte Institutionen infrage. Mehr Informationen gibt es hier

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