Direktzahlungen

BMEL bestätigt höhere Umschichtung


Hinter den Kulissen des Berliner Politikbetriebs wird derzeit um die Zukunft der Direktzahlungen gerungen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium gibt preis, dass ein höherer Anteil der Direktzahlungen in die 2. Säule umgeschichtet werden soll.

Nun ist es raus: Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat bestätigt, dass es eine höhere Umschichtung von Direktzahlungen in die 2. Säule geben soll. "Über den Umschichtungssatz für 2020 findet zurzeit eine Ressortabstimmung statt. Er wird ein höherer sein", teilte das BMEL hierzu mit.
Die Beratungen über den Entwurf eines Gesetzes für die Direktzahlungen seien innerhalb der Bundesregierung allerdings noch nicht abgeschlossen, teilt das BMEL weiter mit. Deswegen will das BMEL heute noch keine Angabe über die Höhe des Prozentsatzes machen, um den die Flächenprämien gekürzt werden. Möglich wäre seitens der EU-Kommission, bis zu 15 Prozent der Mittel in die 2. Säule fließen zu lassen.

Offenbar rückt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) damit von seiner ursprünglichen Haltung ab, nach der sich nicht viel geändert hätte. Die Direktzahlungen in der 1. Säule sollten weiterhin zu lediglich 4,5 Prozent umgeschichtet werden, war lange Zeit die Haltung des Ressorts.


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  1. EU-Bauer Klaus1618
    Erstellt 30. August 2019 14:17 | Permanent-Link

    Die aktuelle Situation stellt grundlegende Fragen an die Menschen - die Bauern selbst hangeln sich gegenwärtig nur noch mühevoll, erheblich entkräftet, von Zielchen zu Zielchen. Unsere Getreidepreise dümpeln an MATIF und CBOT nur noch lustlos vor sich dahin, mittlerweile vollkommen entkoppelt von den Realitäten auf den Feldern.

    Der bereits ausgesäte Raps vertrocknet bzw. läuft erst gar nicht auf, die von Bauernpräsident Rukwied im Morgenmagazin erst unlängst gefeierten Zuckerrüben schlafen und entwickeln sich förmlichst zurück, bei den aktuellen Betonböden ist an ein Roden überhaupt nicht zu denken. Nicht viel besser sieht es beim Mais und unseren Sojabohnen aus. Eine immer währende Bauernliebe generiert eben noch lange keine zuverlässigen Erträge, wenn das Wasser fehlt. Und für die nächsten 10 Tage steht derzeit kein Regen in Aussicht.

    Wir beobachten jetzt im Wald ein völlig wahnwitziges Problem: Der Borkenkäfer befällt nun auch unsere Buchen, ein bislang unvorstellbares Phänomen. Kein Experte hätte das für möglich gehalten, wer mit einem solchen Fingerzeig schon im letzten Jahr aufgewartet hätte, wurde noch mitleidig belächelt als Ahnungsloser nur verbal heftig abqualifiziert. Käferinvasionen in der diesjährigen Ernte kündigen vielleicht bereits ähnlich dramatische Verläufe für das kommende Getreidejahr an, wer weiß?

    Welche Plagen bringt die Trockenheit noch so alles hervor? Wir alle aber denken unsere kunterbunt glückselige Zukunft nur noch in Blümchenwiesen! Das Leben ist schön! Wir sind übersatt. Wie lange noch?

    Der einzig sichere Hafen als Einkommensquelle für die Bauern scheint nachhaltig politisch forciert im Verlaufe dieses rasant voranschreitenden Klimawandels alleine noch mit positivem Verlauf der Rettungsanker Ökoprämie zu sein. Der Bauer spart im kommenden Jahr sofort 400 Euro pro Hektar; damit dürfte die Welle der Umsteller also gewaltig sein. Wie sicher ist dann dieses Gießkannengeld aber noch!?

    Arbeit für unsere gut ausgebildeten Ökotrophologen im übrigen: Womit ernährt sich der Mensch zukünftig? Klee wird Grundnahrungsmittel. Dieser Flächenanteil explodiert jetzt im Herbst förmlichst. Hoffentlich kann die Kleffmann Group via Satellit die Unterschiede zwischen auflaufendem Klee und Raps zuverlässig erkennen. Die gegenwärtig von diesen Experten ermittelten Daten und Fakten scheinen dahingehend jedenfalls überprüfungswürdig zu sein. Hat man den gehypten Öko-Trend noch nicht auf den Bildschirmen?

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