Direktzahlungen

Höhere Umschichtung kommt


Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) kann nicht wie geplant ab 2020 starten. Für das Übergangsjahr will die Bundesregierung nun den Prozentsatz für die Umschichtung der Gelder von der 1. in die 2. Säule erhöhen.

Medienberichten zufolge hat die Regierung zudem entschieden, lediglich 6 Prozent von möglichen 15 Prozent der deutschen EU-Agrargelder der GAP für 2020 umzuschichten, um damit gezielt Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft zu fördern. Das Bundeskabinett will heute auf seiner Sitzung den Entwurf zur Änderung des Direktzahlungsdurchführungsgesetz von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) beschließen.

Am vergangenen Freitag hatte das Bundesagrarministerium die Pläne bestätigt. Derzeit beträgt die Umschichtung 4,5 Prozent. Lange hatte sich Klöckner für eine starke 1. Säule ausgesprochen. Nun soll ihre Zustimmung für 6 Prozent erfolgt sein, um damit vom Bundesumweltministerium die Zustimmung für ihr Tierwohl-Vorhaben zu erhalten, das heute ebenfalls wie das Aktionsprogramm Insektenschutz im Bundeskabinett vorliegen soll.

Berechnungen zufolge würden Landwirte 2020 weniger Direktzahlungen als bisher erhalten. Rund 75 Mio. € sind im Gespräch. Im Vorfeld der DLG-Unternehmertage in Magdeburg errechneten Landwirte für einen 250-ha-Betrieb einen Rückgang von mehr als 1.000 € an Direktzahlungen im kommenden Jahr gegenüber 2019.

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