Molkereigenossenschaften

Arla-Bauern winkt hohe Nachzahlung


Die Molkereigenossenschaft Arla wird den Landwirten 290 Mio. € auszahlen. Eine kleines Trostpflaster für die hohen Futterkosten.

Im schwedischen Halmstad stimmte die Vertreterversammlung der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods dem Vorschlag des Aufsichtsrats zu, den gesamten Nettogewinn 2018 von Arla Foods an seine Eigentümer, die Landwirte, auszuzahlen. Damit wird am 8. März eine außerordentlich hohe Nachzahlung von insgesamt 290 Mio. € an die Arla-Landwirte ausgeschüttet.

Normalerweise wird der Nettogewinn der Genossenschaft auf die Nachzahlung an die Landwirte und die Konsolidierung, also das Geld, das im Unternehmen verbleibt, verteilt. Die starke Bilanz ermöglichte es dem Aufsichtsrat jedoch, von der Arla Konsolidierungspraxis abzuweichen und der Vertreterversammlung die Auszahlung von 2,3 Eurocent pro kg Milch an die Eigentümer vorzuschlagen.

„Als landwirtschaftliche Genossenschaft sind wir uns bewusst, dass die Dürre des Sommers in Europa außerordentlich war und die Futtersituation auf vielen Höfen unserer Mitglieder negativ beeinflusst hat. Wir sind mit dem positiven Ergebnis der Unternehmensbilanz zufrieden, das es uns ermöglicht, den gesamten Nettogewinn auszuschütten“, so Jan Toft Nørgaard, Aufsichtsratsvorsitzender von Arla. 

Für das einzelne Genossenschaftsmitglied (10.300 Landwirte in Europa, davon 1.850 in Deutschland) bedeutet die Auszahlung des gesamten Nettogewinns, dass eine Nachzahlung von durchschnittlich 2,3 Eurocent für jedes im Jahr 2018 gelieferte Kilogramm Milch erfolgt.

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Arla

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