Pflanzenbau

DLG-Feldtage: Produktivität mit Nachhaltigkeit verknüpfen

Die Versuchsflächen sind seit einem Jahr angelegt.
Foto. DLG
Die Versuchsflächen sind seit einem Jahr angelegt.

Die Zukunft des Pflanzenbaus 2030 ist das Motto der diesjährigen DLG Feldtage. Vom 12. bis 14. Juni findet die Freilandschau auf dem IPZ-Gelände in Bernburg statt. Der Öko-Landbau ist erstmals mit dabei.

Die  Vorbereitungen für die Sortendemonstrationen laufen seit einem Jahr. Zur Eröffnung am 12. Juni ist auf auf dem Gelände des Internationalen Pflanzenbauzentrums der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Bernburg alles vorbereitet. Rund 350 Aussteller aus 14 Länder haben sich angemeldet. Die Zelthalle sei ausgebucht, teilt Projektleiter Andreas Steul mit. Die DLG hat die Show unter das Leitthema: Pflanzenbau 2030 – Produktivität. Innovationen. Strategien gestellt und greift damit das Thema der vor gut einem Jahr veröffentlichen zehn Thesen zur Landwirtschaft 2030 wieder auf. Mit diesem Positionspapier hatte die DLG rege Diskussionen über ein Umdenken in der Landwirtschaft angestoßen.

In allen Himmelsrichtungen
Vielen sind die verregneten Feldtag in Bernburg 2012 und Hassfurt 2016 gut in Erinnerung. Die DLG hat nach eigenen Angaben in den Straßen- und Wegebau auf dem IPZ-Gelände in Bernburg investiert. Der Aufbau der Ausstellerzelte sollte in diesem Jahr mit mobilen Strassen auch bei Regen kein Problem sein, sagt Projektleiter Andreas Steul. Zwar sei Bernburg ein Trockengebiet, aber es könne auch mal wie 2012 einmal regnen.
Er hofft, die Besucherzahl in diesem Jahr von 25.000 an den drei Tagen knacken zu können.
In Bernburg werden künftig die Feldtage alle sechs Jahre stattfinden. Man wolle die unterschiedlichen Strukturen in ganz Deutschland berücksichtigen und zusätzlich weiter im Süden, Westen und Norden die Pflanzenbauausstellung ausrichten.
Die nächsten Feldtage werden 2020 auf einem Betrieb in der Soester Börde (Lippstadt) stattfinden. 2022 soll die Show im Süden stattfinden, 2024 ist wieder Bernburg an der Reihe. In diesem Jahr feiern die DLG-Feldtage ihr 30-jähriges Bestehen.

Produktivität und Nachaltigkeit zusammenbringen

"Wir müssen mit größerer Geschwindigkeit besser werden", sagte DLG-Präsident Hubertus Paetow in der Vorab-Pressekonferenz in Neugattersleben, nahe Bernburg. Er spricht damit die verschiedenen Baustellen wie Biodiversität und Nitratüberschuss an, die „wir intensiv bearbeiten müssen". Mit den 10 Thesen würde die gesamte Landwirtschaft abgedeckt. Der Pflanzenbau sei mit den Herausforderungen von Umwelt- und Pflanzenschutz in Einklang zu bringen. Gespannt ist Paetow auf die vom Bundesagrarministerium geplante Ackerbaustrategie. Produktivität und verantwortungsvolle Ressourcennutzung seien die Schlüssel für eine langfristig erfolgreiche Produktivität der Pflanzenproduktion. Die DLG-Feldtage 2018 seien mit den vielfältigen Informationen zu Züchtung, digitaler Technik und Versuchen eine geeignete Plattform, um sich über zukunftsweisende Sorten, Verfahren, Technologien und Betriebsmittel zu infomieren, so Paetow.

Sonderfläche Ökolandbau

Auf dem 20 ha großen Versuchsfeld zeigen Pflanzenzüchter bewährte und neue Kulturpflanzen-Sorten. Erstmals bietet die DLG auf den Feldtagen eine Sonderschau zum Ökolandbau. Es gibt dort unter anderem einen Anbauvergleich von Ökoqualitätsweizen. Darüber hinaus präsentieren Wissenschaftler neue Forschungsergebnisse für die Praxis. In direkter Nachbarschaft ist die Hochschule Anhalt auf dem Campus Strenzfeld angesiedelt.

Das Konzept der bei Besuchern beliebten Maschinenvorführungen wurde erweitert. An allen drei Tagen finden drei Vorführungen mit Kommentierung zu den Themen Pflanzenschutzspritzen, Mineraldüngerstreuer und Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung statt.

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