DLG

Paetow nimmt Landwirtschaft in die Verantwortung

Foto: has

Bei der DLG-Wintertagung in Münster stellt der neue Präsident Hubertus Paetow den Mitgliedern seine Ideen vor. Seine Antrittsrede steht vor allem im Zeichen des digitalen Wandels.

Der Congress Saal in der Messehalle ist bis auf den letzten Platz besetzt, einige müssen stehen. Der Großteil der Zuhörer sind ältere und jüngere Landwirte, die aus dem Umland angereist sind. Paetow spricht über den „Digitalen Betrieb“. Er zeigt auf, wie wichtig es für die Betriebe ist, jetzt die Weichen zu stellen, um künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

In diesem Zusammenhang fallen Begriffe, wie teilflächenspezifische Düngung und Aussaat oder die Messung von Nachhaltigkeit. Messinstrumente rundum dieses Zukunftsthema müssten weiterentwickelt werden, sagt er und spricht der Branche Mut zu, diesen digitale Wandel zu meistern. Als Unternehmer hätten die Bauern immer schon die Zeichen der Zeit erkannt. Damit will er klar machen, dass der Wandel auch dieses Mal aus der Landwirtschaft selbst heraus kommen muss. Das betreffe die Themen Kommunikation, Pflanzenschutz, Tierwohl und nun auch Digitalisierung

Konkret wird Paetow als er darauf eingeht, dass die Digitalisierung auch im vor- und nachgelagerten Bereich zu einer Umwälzung führen wird. Zwar werde etwa die Vermarktung durch die digitale Vernetzung leichter. Doch diese nutze dem Landwirt überhaupt nicht, wenn er darüber lediglich konventionelle Produkte, die nach üblichen gesetzlichen Vorgaben hergestellt wurden, vermarktet. Vielmehr sei es nach seinem Selbstverständnis sinnvoll, dort Produkte zu bewerben, die über gesetzlichen Standards liegen.
stats