Düngemittel

Copa/Cogeca warnt vor Antidumpingzöllen


Die EU will sich vor Dumping-Importen aus Russland und den USA schützen.
Bild: Pixabay / Pixel2013
Die EU will sich vor Dumping-Importen aus Russland und den USA schützen.

Auf Importe von Harnstoff-Ammoniumnitrat-Lösungen (UAN) will die EU Antidumpingzölle verhängen. Der Europäische Bauernverband Copa/Cogeca warnt vor einem Anstieg der Preise von Stickstoffdüngemitteln.

Die Landwirte der EU zahlten heute schon 45€/t mehr für Stickstoffdüngemittel als ihre Wettbewerber außerhalb der Union, empört sich der französische Landwirt Cedric Benoist. Er sitzt in einer Arbeitsgruppe von Copa/Cogeca und schrieb für seine Organisation einen Brandbrief. Morgen steht im Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten eine Entscheidung über Antidumpingzölle für UAN aus Russland und den USA an. Folgen die EU-Mitgliedstaaten dem Kommissionsvorschlag, würden sich die Betriebskosten im Ackerbau um 6 bis 9 Prozent erhöhen und die Gewinne häufig halbieren, hat Benoist ausgerechnet.

Auf UAN seien besonders spezialisierte Marktfruchtbetriebe angewiesen. Sie hätten in die Maschinen zur Ausbringung des effizienten Flüssigstickstoffs investiert und für sie gebe es keine Alternativen. Die EU bleibe auf UAN-Importe angewiesen. Die EU-Mitgliedstaaten sollten deshalb der Landwirtschaft keinen Schaden zufügen, nur um wenige UAN-Hersteller vor dem Wettbewerb zu schützen, fordert Benoist im Namen von Copa/Cogeca.

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