Düngemittel

Eurochem erwartet weiterhin feste Düngerpreise


Die Kalimine in der Region Wolgograd ist seit Frühjahr am Start.
Foto: Eurochem
Die Kalimine in der Region Wolgograd ist seit Frühjahr am Start.

Das russische Düngerunternehmen Eurochem wächst mit dem Verkauf von eigenen Düngemitteln und Zukaufsware. Im Herbst starten zwei Kaliminen mit der Produktion.

Die internationale Eurochem Group AG mit Sitz in Zug in der Schweiz veröffentlicht einen Umsatz für das 2. Quartal 2018 in Höhe von 1,3 Mrd. US-$, 24 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Umsätze von Düngern im 1. Halbjahr 2018 summieren sich auf 2,7 Mrd US-$, 11 Prozent mehr als 2017.

Einen Anstieg verzeichnet auch das (Ebitda) um 41 Prozent in der Zeit von April bis Juni. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen steigerte sich von Januar bis Juni um 15 Prozent auf 677 Mio. US-$. 

Eurochem verkaufte im 1. Halbjahr rund 5 Mio. t Düngemittel, dazu kommen rund 1,9 Mio. t Zukaufsware. "Vor dem Hintergrund steigender Preise im zweiten Quartal und günstigen Marktbedingungen hat unsere Gruppe ein sehr positives Ergebnis erzielt und das Ebitda im 1. Halbjahr deutlich gesteigert", sagte der Finanzvorstand der Eurochem Group, Kuzma Marchuk. "Der Konzern will diese Dynamik beibehalten und sich auf den Ausbau des Kali-Geschäfts konzentrieren“, kündigte der CFO an.

Weltweit stiegen die Preise für geprillten Harnstoff überraschend im Mai an. Diese Entwicklung wird unterstützt von einer Trendwende im Absatz in Russland, Saudi Arabien, Malaysia und Australien. Im 1. Halbjahr liegt der Durchschnittspreis für Harnstoff fob Schwarzmeerhafen Yuzhny bei 228 US-$. Das ist ein Anstieg um 6 Prozent. Fest dürfte auch die Stimmung auf dem internationalen Kalimarkt bleiben. Die Kauffreude stieg in den USA, Südostasien und Europa. Hingegen lähmte der landesweite LKW-Fahrerstreik in Brasilien die Kalinachfrage. Marktteilnehmer warten weiterhin auf die Kaufabschlüsse von China und Indien, die noch für dieses Jahr erwartet werden. Nach diversen Verzögerungen geht es mit dem Aufbau der zwei Kaliminen in Russland rasch weiter. Im Herbst soll in der Region Perm die zweite Stufe starten, in der Region Wolgograd geht es Ende des 3. Quartals mit der Kaliproduktion los.

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