Düngemittel

OCI erweitert Produktion

Mit gleich zwei Anlagen geht der niederländische Düngerproduzent noch in diesem Jahr an den Start. Das Leitprodukt Harnstoff steigt im Preis.

Der internationale Düngerproduzent hat seine Greenfield-Anlage Iowa Fertilizer Company (IFCo)  im Herbst gestartet. Aus dem Vorprodukt Ammoniak werden dort Flüssigdünger und Harnstoff hergestellt. Im 4. Quartal sollen alle Produktionsanlagen von IFCo  laufen, schreibt  OCI in seinem heute veröffentlichten Handelsbericht für das 3. Quartal.  Insgesamt werden im Jahr in Iowa 2 Mio.t Stickstoffdünger sowie Dieselzusatzprodukte produziert. Damit erhöht OCI seine weltweite Stickstoffdüngerproduktion um 34 Prozent. Auch die Ammoniakanlage von OCI, EBIC, in Ägpyten ist mit einer Kapazität von 90 Prozent wieder betriebs- und exportfähig.

Die Mengenausweitung kompensierte die geringere Düngerproduktion von Sorfert in Algerien, berichtet OCI. Seit Ende April steht eine Ammonaiklinie still, sie soll ab Dezember wieder laufen.

KAS-Preis fest

Die Düngerpreise fielen im 3. Quartal unterschiedlich aus. Granulierter Harnstoff fob Ägypten notierte im Quartalsdurchschnitt bei 233 US-$/t gegenüber 193 US-$/t im Vergleichszeitraum 2016, berichtet OCI. Der cif-Preis für Kalkammonsalpeter (KAS) stieg in Deutschland von Juli bis September 2017 auf 176 (Vorjahr 151) €/t.

Zwei weiterer Projekte zur Methanolproduktion hat OCI in der Pipline: Im US-Bundesstaat Texas dürfte noch in diesem Jahr die zweite Linie von Natgasline in Betrieb gehen. In den Niederlanden soll die Produktionserweiterung im Werk BioMCN Ende 2018 fertiggestellt sein. Die Werke OCI Beaumont und Netgasline mussten im September wegen der Hurrikans im US-Bundesstaat Texas abgeschaltet werden.
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