Düngung

Düngen bei Frost wird teuer


Am 31. Januar ist die Sperrfrist für die Ausbringung von Dünger ausgelaufen. Doch das heißt noch lange nicht, dass gedüngt werden darf. Denn der Boden ist fast überall gefroren.

Grundsätzlich gilt die Sperrfrist von 1. November bis 31. Januar. Bei den Bauern staut sich der Wirtschaftsdung und stellt zunehmend die Lagerkapazitäten auf die Probe. Doch auch nach Ablauf der Sperrfrist darf nicht pauschal gedüngt werden. Wenn der Boden gefroren oder durchnässt ist, ist das Ausbringen verboten. So kann der Boden den Dünger nicht aufnehmen. Er wird stattdessen weggespült und belastet möglicherweise das Grundwasser.

Laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der Boden aktuell landesweit zwischen 9 und 20 Zentimeter gefroren. Bauern können sich dennoch auf der Seite des DWD jederzeit über die Frosttiefe und den aktuellen Bodenzustand informieren.

Mehrere Landwirtschaftsministerien warnten ausdrücklich vor einem rechtswidrigen Düngen. Ein Verstoß kostet nicht nur ein empfindliches Bußgeld, sondern kann über die Cross Compliance-Maßnahmen auch die EU-Direktzahlung beeinflussen.

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