Dürre-Gipfel

DBV stimmt auf noch schwächere Ernte ein

Pünktlich zu den Kabinettsberatungen über die Dürrefolgen will der Deutsche Bauernverband (DBV) am Mittwochmorgen neue Zahlen zur Ernte präsentieren. Sie sollen noch einmal schwächer ausfallen. 

Die Dürreschäden erreichen immer größere Ausmaße, heißt es vom DBV. Nach bisherigen  Informationen seien sie auf "mehrere Milliarden Euro zu beziffern", so ein Verbandssprecher gegenüber agrarzeitung.de. Derzeit würden im DBV die aktuellen Zahlen zur diesjährigen Ernte zusammengestellt. Die frischen Zahlen sollen Mittwochvormittag veröffentlicht werden, heißt es weiter vom DBV.

Das kann man durchaus als strategischen Schachzug werten. Damit würden die DBV-Zahlen auf dem Tisch liegen, bevor Bundesagrarministerin Julia Klöckner am Mittag nach der Kabinettssitzung vor die Presse tritt. Bei der Kabinettssitzung will sie ihre Regierungskollegen über die Auswirkungen Dürre informieren.

In seiner ersten Ernteschätzung Mitte Juli hatte der DBV bei Winterweizen und Winterraps auf die Gefahr "deutlicher Etrragseinbußen" verwiesen, aber noch keine Zahlen genannt. Denn seinerzeit hatte die Weizenernte zwar in vielen Regionen begonnen, was bereits zwei bis drei Wochen früher als üblich ist, aber aus Sicht des Bauernverbandes noch keine repräsentativen Ergebnisse geliefert. Die Ernte von Wintergerste bezifferte der DBV seinerzeit mit 7,3 Mio. t, nach noch 9 Mio. t im Vorjahr.

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