Dürre-Hilfe

Vermögende Landwirte sind außen vor


Die Bedingungen, unter denen Landwirte die 340 Mio.€ schweren Dürrehilfen von Bund und Ländern bekommen dürfen, werden konkreter. Das geht aus einer Unterrichtung des Agrarausschusses im niedersächsischen Landtag durch Ressortchefin Barbara Otte-Kinast (CDU) in dieser Woche hervor.

 

Nach ihren Angaben haben sich die Fachressorts der betroffenen Länder in Abstimmung mit dem Bundesagrarministerium auf sechs Kriterien verständigt. Demnach soll das „zumutbar kurzfristig liquidierbare Privatvermögen“ der Landwirte bei der Bemessung des Anspruchs auf Hilfen herangezogen werden.

Privatvermögen zählt

Übersteigt das Privatvermögen das 1,5-Fache des finanziellen Dürreschadens, bekommt ein Betrieb keine Finanzspritze. Außerdem ziehen Bund und Länder eine „Prosperitätsgrenze“ ein: Übersteigen die Einkünfte von Eheleuten 120.000€ pro Jahr, gibt es keine Dürrehilfe. Bei Einzelpersonen wird der Deckel bei 90.000€ eingezogen. Landwirte, deren gewerbliches Einkommen aus nicht-landwirtschaftlichen Betriebszweigen mehr als 35 Prozent der Gesamteinkünfte übersteigt, haben ebenfalls keinen Anspruch auf Hilfen. An Betriebe, die bereits vor der Dürre in einer existenziellen Schieflage waren, wollen Bund und Länder gar keine Steuergelder verteilen. Dieses Kriterium soll im Einzelfall mithilfe der Hausbank geprüft werden.

Untergrenze definiert

Hilfen werden grundsätzlich dann gewährt, wenn die Dürre eine Existenzgefährdung auslöst sowie die Einkommenseinbußen mindestens 30 Prozent betragen, gemessen am mehrjährigen Durchschnitt. Zudem gibt es eine Untergrenze von 2.500€ und eine Obergrenze von 500.000€.

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  1. Rainer Dierkes
    Erstellt 28. September 2018 20:06 | Permanent-Link

    Was soll dieser ganze Schwachsinn? Bitte steckt dieses Geld in wirkungsvolle Projekte, wie zum Beispiel in die Bildung: Ernährungslehre an Schulen, inklusive komplettem Hintergrundwissen wie Lebensmittel erzeugt werden und wo sie herkommen.

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