Dürre

Länder sollen Daten schnell liefern

Die Bundesländer sollen Zahlen zur Ernte so schnell wie möglich übermitteln. Das war ein Ergebnis des Arbeitsgesprächs zwischen Ländern und dem Bund zu Dürreschäden am Dienstag.

Die Betroffenheit der Landwirte in Deutschland sei „sehr unterschiedlich“. Dieses Fazit zog Michael Stübgen, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, am Dienstagabend. Zuvor hatten Vertreter der Länder im Bundesagrarministerium (BMEL) in Berlin Ausmaß und Betroffenheit der Landwirte in den jeweiligen Regionen geschildert. Doch einen gemeinsamen Nenner gibt es quer durch die Republik: „Die Hitzewelle der letzten drei Wochen“ habe „die Situation überall extrem verschärft“, so Stübgen.

Der Staatssekretär bezeichnete die Gespräche als „sehr konstruktiv“. Die Bundesländer sollen die Zahlen zur Ernte nun so schnell wie möglich liefern, „denn nur dann kann der Bund auch schnell handeln“, betonte Stübgen. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte stets betont, dass der Bund erst dann die von der ausgedehnten Hitzeperiode betroffenen Landwirte unterstützen könne, wenn ein Schaden von nationalem Ausmaß vorliege. Um zu ermitteln, dass dies der Fall sei, brauche der Bund die vorläufigen Zahlen zur Ernte. Diese lägen in der Regel Ende August vor.

Vertreter der Agrarbranche hatten im Gespräch mit agrarzeitung.de Kritik daran geäußert, dass Klöckner so lange warten wolle. „Ich bin gespannt, ob sie es durchhält, die vier Wochen bis Ende August mit einer Entscheidung abzuwarten“, so ein Wirtschaftsvertreter aus dem Süden. Angesichts des sehr frühen Erntestarts in diesem Jahr lägen zum jetzigen Zeitpunkt bereits aussagekräftige Zahlen vor.

Am heutigen Mittwoch will Klöckner ihre Kabinettskollegen über die Dürre-Situation informieren.

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